Rundbrief Nr. 254 – Oktober 2026
Liebe Rundbriefleserin, lieber Rundbriefleser

Unter Tränen und tiefer innerer Erregung, jedoch mit entschlossener Stimme sagten Orpa und Ruth zu Noomi: „Nein, wir wollen mit dir zu deinem Volk zurückkehren!“ Nachdem sich Noomi erneut an ihre zwei verwitweten Schwiegertöchter gewandt und sie inständig ein zweites und drittes Mal darum gebeten hatte, nach Moab zurückkehren und nicht mit ihr nach Bethlehem zu kommen und dies auch begründete, zeigt uns die Bibel die Betroffenheit und Reaktion der beiden jungen Frauen. (Rt. 1, 6-13) „Da erhoben sie ihre Stimme und weinten noch mehr. Dann küsste Orpa ihre Schwiegermutter und kehrte zurück nach Moab. Ruth aber hängte sich an sie“ (Rt. 1,14).

Bei der vierten Aufforderung Noomis, es ihrer Schwägerin gleichzutun, bat Ruth entschieden, während sie Noomi umarmte: „Dringe nicht in mich, dich zu verlassen, von dir weg umzukehren! Denn wohin du gehst, dahin will auch ich gehen, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott“ (Rt. 1,16).

Haben auch wir diese Entschlossenheit den heimkehrenden Juden aus den Nationen gegenüber, oder allgemein dem Volk Israel in seiner Not beizustehen und zu sagen: „Dein Volk ist mein Volk!“? Bekennen wir mit unserem Glauben: „Dein Gott ist mein Gott!“?

Wer dies tut, wird in eine Aufgabe geführt wie Ruth. Sie kümmerte sich ganz praktisch um Noomi und sorgte für ihre Versorgung, ihr Wohlergehen und ihre Zukunft. So setzen auch wir von rea ISRAEL uns für das jüdische Volk in Israel ein, denn Noomi steht für den Überrest aus den Nationen, die durch ihre Rückkehr den wahren (Er)Löser finden soll.

Wie Ruth als Bild auf die Braut aus den Nationen von Gott wunderbar geführt wurde, um ihren Bräutigam und Löser zu finden, führt Gott auch uns. Wie Ruth Boas‘ Gaben ihrer Schwiegermutter brachte und ihr damit diente, will Gott uns gebrauchen, um den Neuankömmlingen in seinem Land zu dienen, damit neue Hoffnung entstehen kann. Eine Hoffnung auf eine echte Zukunft im Land Israel. Eine lebendige Hoffnung, die über das Denken und Verstehen hinausgeht, die im verheissenen Messias, dem Spross Isais, dem Sohn Davids, liegt. Er ist „der Löwe aus dem Stamme Juda“. Durch die Geburt eines Sohnes von Boas & Ruth entstand neue Hoffnung für Noomi. Oded wurde zum Grossvater Davids, aus welcher Linie Jesus abstammten sollte. (Mt. 1,1-25).

Allgemeine Gaben an rea ISRAEL
Wo am nötigsten!


Mit einem herzlichen Shlaom,
rea ISRAEL
Silas Wenger, Präsident

 


Es gibt grosse Unterschiede, wie eine Aliyah verlaufen kann und wie die Menschen sich hier in Israel einfinden. Jede Geschichte und auch jeder Ablauf ist so persönlich, oft sehr ermutigend und erfreulich, manchmal auch besorgniserregend. Es gibt Olim, die bereiten schon im Voraus so viel wie möglich vor, andere wiederum bringen kaum etwas zum Leben, aber viele Probleme mit und schaffen die ersten Schritte nur schwer.

Die Aliyah ist auch oft belastend für Ehen und Familien, und nicht selten geht die eine oder andere Ehe früher oder später in Brüche. Kürzlich haben wir bei einer alleinerziehenden Mutter erlebt, wie sie kaum in der Lage war, sich um die Zukunft ihrer beiden Teenager zu kümmern. Da braucht es Weisheit und Feingefühl, wie weit wir uns involvieren können und wo die Grenzen unserer Hilfskapazitäten sind.

Nach wie vor leben wir inmitten einer ungeheuer spannungsgeladenen Zeit und beten, dass die Pläne Gottes durchschlagen durch all die politischen Wirrnisse und Er sich erbarmt über das Leid der Menschen. Er ist ausgezogen zur Rettung seines Volkes. Doch wir leben in der Zuversicht, dass unser souveräner Gott regiert.

Liebe rea ISRAEL-Freunde, erneut durften wir mit euren grossherzigen Gaben Neueinwanderern behilflich sein und Gutes tun.

Monika und ihre Tochter Maja stammen aus Argentinien. Den beiden Frauen konnten wir kürzlich einen gebrauchten Kühlschrank in ihre neue Wohnung transportieren. In diesem Zusammenhang bat uns Monika um Unterstützung beim Kauf zweier Betten, da sie zum Schlafen nur ein Sofa hatten. Gerne kamen wir dieser Bitte nach. Nebst anderen Kleinigkeiten unterstützten wir sie auch noch mit dem Kauf eines Notebooks, damit sie ihre Tochter mit Down-Syndrom nicht so viel allein lassen muss, sondern auch von zu Hause aus arbeiten kann. Wie gut, dass unser Volontär ihr hierin beim Einrichten helfen konnte!

Irit schickt auf dem Foto einen herzlichen, persönlichen Gruss an rea ISRAEL, Dank eurer Hilfe konnte sie sich einige praktische Utensilien für ihre Wohnung kaufen. Von einer anderen Olah erreichte uns ein Hilferuf bezüglich Kakerlaken und Ratten in ihrer Wohnung. Zuerst versuchte Markus es mit Fallen, doch dann mussten wir ihr einen Kammerjäger bestellen, der sie von diesen Unruhestiftern befreite.

Laure meldete sich einige Wochen nach ihrem Auszug aus unserem Haus bei Markus und bat ihn, in ihrer Wohnung noch einige Sachen anzubringen und ihr eine Leiter zu besorgen, mit der sie ihre Hochschränke erreichen kann.

Unsere betagte Hebräischlehrerin Frida ist zwischenzeitlich erneut umgezogen, und wir haben uns gefreut, ihr wieder ein bisschen unter die Arme greifen zu können, wofür sie extrem dankbar war. Sie freut sich sehr über eine Mikrowelle, die sie sich schon immer gewünscht hatte, und über eine neue Matratze.

Lidia ist eine Rückkehrerin aus Brasilien. Sie hatte vor Jahren schon Aliyah gemacht, ihr Mann wollte dann aber nicht in Israel leben. Nun ist er kürzlich verstorben, und so hat Lidia sich entschieden, wieder nach Hause zu kommen. Der Status von solchen Personen ist nicht mehr für staatliche Hilfe von Seiten der Regierung anerkannt. Es bedeutet u.a. auch, dass sie ein halbes Jahr auf ihre Krankenversicherung warten muss, bis diese wieder aktiviert wird. Wir halfen Lidia, sich temporär zu versichern, da sie sich einiger ärztlicher Untersuchungen unterziehen musste, die dringend nötig waren.

Immer wieder können wir dank eurer Hilfe Neueinwanderer auch mit einer Geschenkkarte segnen, wenn wir mitbekommen, dass sie noch Bettwäsche oder kleinere Haushaltsgegenstände benötigen. Das ist eine schöne Ermutigung und die Menschen fühlen sich gesehen. Oft geben nur schon kleine Gesten der Hilfeleistung ein Gefühl von Halt und Zugehörigkeit.

Zu Gottes Ehre dürfen wir sagen, dass unsere Olim sich immer wieder äussern, wie ihnen die Zeit im Haifa-Haus ein Gefühl der Geborgenheit gibt. Nachdem sie ihre Heimat verlassen hatten und etwas ängstlich einer ungewissen Zukunft entgegensahen, schöpften sie bei uns Hoffnung und Vertrauen im Blick auf all das Neue vor ihnen. Das liegt mit daran, dass wir ihnen nicht nur vorübergehend Wohnraum zur Verfügung stellen können, sondern auch praktisch helfen dürfen, wenn sie weiterziehen müssen. Auch die Möglichkeiten zu haben, sie im Haus mit gemeinsamen Zeiten an einem schönen Tisch mit feinem Essen zu bewirten, trägt sehr dazu bei.

Mit einem erneuten, ganz herzlichen Dankeschön grüssen wir euch aus Haifa,
Markus und Rahel Ackermann mit Team
Du bist ausgezogen zur Rettung deines Volkes, zur Rettung deines Gesalbten. (Habakuk 3,13)

Gaben für Integrationshilfe für Juden in Israel werden zu 100 % weitergeleitet.


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Wir sind dankbar, Ihnen berichten zu dürfen, was der Herr in den letzten Monaten im Leben von Menschen bewirkt hat, die mit den Projekten von Aviv Ministry verbunden sind.

Wenn ein gutes Fundament dennoch das falsche ist


Gena, ein professioneller Geiger, wurde in der Sowjetunion geboren. Mit Anfang zwanzig wanderte er nach Israel aus, begann in einem Orchester zu spielen, heiratete und bekam einen Sohn.

Während Jahren schien Genas Leben von aussen betrachtet stabil zu sein. Doch hinter den Kulissen lief es nicht gut. Die Beziehung zu seiner Familie war schwierig, er hatte oft mit Einsamkeit zu kämpfen, und Alkohol wurde für ihn zu einem Mittel, dem Alltag zu entfliehen.

Was als gelegentliches Trinken begann, entwickelte sich nach und nach zu einer schweren Abhängigkeit. Gena verlor seine Stelle im Orchester und begann, in einer Elektronikfabrik zu arbeiten. Lange gelang es ihm, ein scheinbar normales Leben zu führen. Er arbeitete, kam seinen Pflichten nach und versuchte, seine Sucht zu verbergen. Doch sein Alkoholkonsum nahm nach und nach zu, bis sein Leben aus den Fugen geriet und er seinen Job und seine Familie verlor.

In dieser Zeit lernte er einen gläubigen Menschen kennen, der, wie sich herausstellte, der Pastor einer örtlichen christlichen/messianischen Gemeinde war. Wie viele andere Menschen aus der Sowjetunion war Gena als Atheist aufgewachsen, doch schon bei seinem allerersten Besuch in der Gemeinde weckte der Glaube sein tiefes Interesse.

„Obwohl ich betrunken war, als ich die Gottesdienste besuchte, begann Gott, in meinem Herzen zu wirken. Nach einigen Monaten begab ich mich in ein christliches Rehabilitationszentrum in Haifa, wo ich Busse tat und zum Glauben fand.“

Gena durchlief eine bemerkenswerte Veränderung. Das Verlangen nach Alkohol verschwand, und schon bald engagierte er sich aktiv im Leben des Zentrums. Zu einem bestimmten Zeitpunkt wurde er sogar damit beauftragt, eine neue Reha-Einrichtung in einer anderen Stadt zu leiten. In den folgenden Jahren wurde die Reha-Arbeit zu seinem Ein und Alles. Er war trocken, diente Gott, half anderen und lebte in einer christlichen Gemeinschaft.

Doch es gab eine Schwachstelle in dem Fundament seiner Genesung, die er damals nicht erkannte. „Mein Fundament war das Rehabilitationszentrum, nicht Gott,“ das erkennt Gena jetzt.

Als das Zentrum schliesslich während der Pandemie geschlossen wurde, fehlte ihm plötzlich die Struktur, die sein Leben geprägt hatte. Er wusste nicht, was er als Nächstes tun sollte und verfiel schliesslich wieder dem Alkohol.

Er ging in eine andere christliche Reha-Einrichtung, und wieder einmal half ihm Gott dabei, gesund zu werden. Doch nachdem er die Reha verlassen hatte, kehrte die Sucht zurück.

Heute ist Gena in unserem Rehabilitationszentrum in Beerscheba, und dieses Mal sieht er seinen Weg mit anderen Augen. Er versteht, dass der blosse Aufenthalt in einer Reha-Einrichtung nicht die Grundlage seines Lebens sein kann. Auch nicht der Dienst, die Arbeit, andere Gläubige oder gar seine eigene Entschlossenheit. All diese Dinge können helfen, aber das Fundament muss Christus selbst sein.

Gena spielt wieder Geige und hofft, eines Tages dem Lobpreisteam unserer Gemeinde beitreten zu können. „Ich möchte wieder ein erfülltes Leben führen und unseren Herrn Jesus Christus verherrlichen!“, sagt er.

Genas Geschichte erinnert uns daran, dass selbst gute Dinge zu einem Ersatz für das wahre Fundament werden können. Ein Dienst, eine christliche Gemeinschaft, eine starke Führungspersönlichkeit, eine vertraute Struktur – all das kann sich eines Tages ändern oder verschwinden. Aber „niemand kann ein anderes Fundament legen als das, welches bereits gelegt ist, nämlich Jesus Christus“ (1. Kor. 3,11).

Bitte beten Sie für Gena, während er seinen Genesungsprozess fortsetzt – dass er diesmal lernt, fest und treu auf dem einzigen Fundament zu stehen, das nicht erschüttert.

Eine wunderbare Neuigkeit!


Als kürzlich in mehreren israelischen Gemeinden Taufen stattfanden, stellten wir fest, dass zehn der Getauften ehemalige Drogenabhängige sind, die in den letzten anderthalb Jahren von der Strasse aus in die Suppenküche des Aviv Centers kamen und später an verschiedene messianische Rehabilitationszentren verwiesen wurden. Es war eine grosse Ermutigung, diese langfristigen Früchte des Dienstes zu sehen und mitzuerleben, wie Gott Leben verändert und Menschen zu sich zieht!

Licht, das in der Dunkelheit leuchtet


Eines Tages meldete sich eine Sozialarbeiterin bei uns und fragte, ob wir eine junge Frau aufnehmen könnten, die im siebten Monat schwanger war. Aufgrund schwieriger Umstände hatte sie keine Bleibe mehr und landete auf der Strasse. Die Sozialbehörden hatten versucht, ihr zu helfen, konnten jedoch keine geeignete Unterkunft für sie finden.

Als wir sie abholten, sass Susan (Name geändert) allein auf einer Bank in der Nähe einer Tankstelle. Im siebten Monat schwanger und ohne Bleibe … Wo war der Vater des Babys? Ihre Eltern? Ihre Verwandten und Freunde? Wie konnte eine Frau in ihrem Zustand völlig allein gelassen werden?

So sieht Dunkelheit aus – wenn eine Person von einer ganzen Welt umgeben ist, aber niemand kommt, um ihr zu helfen, wenn sie es am dringendsten braucht. Wir brachten sie in unser Frauenhaus, und jetzt hat sie ein Zimmer, ein Bett, etwas zu essen und Menschen, die sich um sie kümmern. Bitte beten Sie dafür, dass Susan das wahre Licht findet, das alle Finsternis vertreibt!

Gaben für Aviv Ministry leiten wir zu 100 % weiter.


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Heilsame Musik
„Du hast mir das Leben gerettet“, sagte eine dieser hübschen Frauen, die an jenem 7. Oktober 2023 in ihrem Dorf durch die abscheulichen Gräueltaten der Hamas zwanzig Familienangehörige, Freunde und Nachbarn verloren hatte. Sie waren emotional völlig gebrochen, innerlich zerstört und nicht mehr in der Lage, nach solch roher Gewalt mit der Trauer und dem Verlust fertig zu werden. Durch das Trauma hatten sie das Gefühl, ihr Geist und ihre Seele seien total zerstört.

Doch nach einem Jahr tiefer Trauer entschieden sich diese Frauen und Mütter für das Leben und nahmen an einem sechsmonatigen Gesangstherapiekurs teil. Niemand musste sich für seine Hoffnungslosigkeit schämen, denn alle befanden sich in derselben Lage.

Ein halbes Jahr später traten sie wieder an die Öffentlichkeit. Einige strahlten, und trotz ihrer Scheu wagten sie es, vor einem grossen Publikum die Bühne zu betreten, allein oder in einer Gruppe. Es berührte mein Herz, als ich sie dort stehen sah.

Dank Ihrer Spenden haben diese Frauen wieder den Mut gefunden, sich der Welt zu zeigen.

All diese schönen Dinge finden im Musikraum des Kibbuz Yad Mordechai statt. Im April 2024 wurde der Musikraum eröffnet, nachdem im Monat zuvor die grösste Gruppe der Evakuierten in den Kibbuz zurückgekehrt war. Heute erhalten dort 280 Schüler im Alter von 2 bis 95 Jahren Unterricht, und es finden allerlei Aufführungen statt.

Was gibt es Schöneres, als aus ihrem eigenen Mund zu hören, wie dankbar sie für alle erhaltene Hilfe sind? Limor, die Koordinatorin in Yad Mordechai, bedankt sich bei Yad L’Ami: „Aus tiefstem Herzen möchten wir der Organisation Yad L’Ami danken. In einer Zeit, in der so viele Menschen nach Hoffnung, Verbundenheit und Freude verlangen, hat uns eure Unterstützung viel mehr gegeben als nur Hilfe. Sie hat uns Glauben, Kraft und Hoffnung gegeben, weiterzumachen. Es ist wunderbar zu sehen, wie eure Spenden die Menschen berühren, ein Lächeln auf ihre Gesichter zaubern und die Herzen der Bewohner mit Freude, Licht und Verbundenheit erfüllen. Vielen Dank für eure Partnerschaft, eure Fürsorge, eure offenen Herzen und dafür, dass ihr euch entschieden habt, Teil unserer Arbeit zu sein.»

Chen vom Kibbuz Nir Am äussert sich so: „Nach den Ereignissen vom 7. Oktober, der Evakuierungsphase und der schwierigen Rückkehr nach Hause wird uns immer mehr bewusst, wie wertvoll Musik als Mittel zur Stärkung der emotionalen und gemeinschaftlichen Widerstandsfähigkeit von Nir Am ist. Dank der grosszügigen Spende von Yad L’Ami können wir dieses Projekt weiter ausbauen. Musik bedeutet für uns viel mehr als nur Unterricht oder Freizeitbeschäftigung. Sie ist ein Mittel zur Verbindung, Heilung und Stärkung. Sie erreicht Orte, die Worte nicht immer erreichen können. Sie löst, beruhigt, verbindet und erinnert uns daran, dass wir auch nach schwierigen Zeiten gemeinsam Momente der Freude, des Lebens und der Hoffnung schaffen können.“

Auch der unterirdische Schutzraum dort ist wunderschön geworden und wurde komplett von den Jugendlichen und den Kibbuz-Bewohnern selbst errichtet. Wir halten regelmässig Rücksprache, um den Prozess auf Kurs zu halten. Yad L’Ami stellt nicht nur einen Scheck aus, sondern bleibt engagiert, hilft, ermutigt und motiviert, alles in geordnete Bahnen zu bringen. So gehen Ihre Spenden nicht verloren und werden auf die bestmögliche Weise eingesetzt.

In Menschen investieren: Manchmal gehe ich durch Gebäude und sehe am Eingang wunderschöne, teils silberne Tafeln mit den Namen von Spendern hängen, jedoch ohne Beträge. Dann denke ich: Yad L’Ami hat keine Plakate hängen, auf denen steht, wie viel Baumaterial wir gespendet oder was wir getan haben. Wir investieren nicht in Gebäude, sondern in die Herzen der Menschen. Unsere Plakate sind meist verborgen, aber Gott sind sie bekannt.

Zikim, ein kleiner Kibbuz am Meer in unmittelbarer Nähe von Gaza, mit dem wir schon seit Jahren verbunden sind, bittet ebenfalls um Hilfe. Jugendliche brauchen Treffpunkte, Orte, wo sie sich aufhalten können. Nach all den schwierigen Jahren mit Corona und Krieg hat die Jugend die Orientierung verloren. Es muss etwas geschehen, und wie wir in den letzten Jahren gesehen haben, wirkt Musik Wunder für Jung und Alt. Auch hier wird jetzt ein Luftschutzbunker in einen Musikraum verwandelt. Der Ort wird von anderen Sponsoren komplett restauriert, doch danach müssen Musikinstrumente angeschafft werden. Helfen Sie mit? Musik erreicht menschliche Gefühlsebenen, die von Worten nicht immer erreicht werden können.

Gaben für Yad L’Ami – Helfende Hand für Mein Volk leiten wir zu 100 % weiter.


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Diese Schule befindet sich in Ashrafieh, einem der sozialschwächsten Gebiete in Amman, der Hauptstadt von Jordanien. Sie wurde im Jahr 1952 für armenische Flüchtlinge gegründet, doch heute lernen dort syrische, irakische, ägyptische und jemenitische Kinder gemeinsam mit jordanischen Schülern. Das ist in Jordanien nicht selbstverständlich, da in staatlichen Schulen Flüchtlings- bzw. Migrantenkinder stark abgegrenzt werden und nicht mit einheimischen Kindern lernen dürfen. Selbst muslimische Familien senden ihre Kinder gern hierher, weil sie hier ein sicheres und respektvolles Umfeld erfahren. Die Schule wird von der evangelischen Church of the Nazarene (Kirche des Nazareners) in Jordanien in Kooperation mit den Nazarene Compassionate Ministries (NCM) betrieben. Für die meisten Eltern (Tagelöhner, Bauarbeiter) ist das Schulgeld eine grosse Herausforderung, deshalb werden die Schulgebühren möglichst niedrig gehalten.

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat ab 2014 gezielt christliche Minderheiten (u.a. Assyrer, Chaldäer, Aramäer) in Syrien und im Irak vertrieben. Die Islamisten stellten Christen vor die Wahl: Konvertieren, eine Sondersteuer (Dschizya) zahlen, die Flucht ergreifen oder getötet werden. Tausende wurden ermordet, Kirchen zerstört (Darstellung aus dem Internet).

Aufgrund dieser barbarischen Angriffe flohen viele ins benachbarte Jordanien. Dort durften sie sich zwar niederlassen, doch oft unter erbärmlichen Bedingungen. Im Auftrag von rea ISRAEL nahmen Shmuel und Pamela Suran aus Israel Kontakt mit diversen solcher geflüchteten Familien auf, kümmerten sich liebevoll um sie und halfen ihnen auf vielfältige Weise finanziell mit den an rea ISRAEL zweckgebundenen eingegangenen Spenden. Dort in Amman lernten sie auch die Ashrafieh-Schule kennen, wo eine Anzahl der Flüchtlingskinder aufgenommen worden waren.

Shmuel und Pamela Suran erinnern sich gern an die erste Begegnung mit der damaligen Schulleiterin:

Unser Treffen mit der Ashrafieh-Nazarener-Schule fand im Januar 2020 statt. Es war kurz nach Neujahr, und die Schule hatte Ferien. Die Schulleiterin begrüsste uns, und wir verbrachten eine schöne, interessante Zeit in ihrem Büro. Sie ist eine irakische Christin, und wir hörten viel über die Schule und ihren besonderen Auftrag, sich in der Gemeinde, insbesondere für Flüchtlingskinder zu engagieren. Sie hob besonders die tägliche Andacht hervor sowie den wöchentlichen Gottesdienst in der Schule, der von engagierten Pastoren der Nazarenerkirche geleitet werden. So werden alle Schüler, ob christlich oder nicht, regelmässig mit dem Evangelium und biblischen Prinzipien in Berührung gebracht.

Wir waren auch beeindruckt von einer speziellen Richtlinie zum Schutz der Schüler vor Missbrauch, dem sie ausserhalb der Schule oder in ihren Familien ausgesetzt sein könnten. Jeder Lehrer wurde darin geschult, Anzeichen von Missbrauch zu erkennen, und die Schule war mit speziell ausgebildeten Beratern ausgestattet, um diese Fälle zu bearbeiten.

Wir hatten das Privileg, die Schule mehrmals zu besuchen und Spenden von rea ISRAEL zu überbringen, die für Schüler und Lehrer gleichermassen ein grosser Segen waren. Wir freuen uns sehr über die fortgesetzte Partnerschaft von rea ISRAEL mit dieser Nazarenerschule in Amman und sind froh zu wissen, dass viele weitere Flüchtlingskinder Schutz und eine gute Ausbildung an dieser wunderbaren Schule erhalten werden.

Der Schulleiter Waleed Al Madanat gibt uns diesen aktuellen Bericht:

Derzeit betreut die Ashrafieh Nazarener-Schule 145 Schüler von der 1. bis zur 11. Klasse im Alter von 6 bis 17 Jahren. Wir sind dankbar, dass sich das Schulleben stetig weiterentwickelt. Im Jahr 2024 waren es noch 85 Schüler. Dieser Anstieg spiegelt das Vertrauen wider, das die Familien in den Auftrag der Schule, ihre pädagogische Qualität und das sichere und unterstützende Umfeld setzen, das sie bietet.

Die Schule ist mehr als nur ein Ort des akademischen Lernens. Sie ist auch ein Ort der geistlichen Prägung, der Fürsorge und des christlichen Zeugnisses. Alle Schüler nehmen an einem wöchentlichen Andachtsprogramm teil und ausserdem am Programm „Helden and Geschichten“, in dessen Rahmen sie Bibelgeschichten und christliche Lebensgrundsätze kennenlernen.

Darüber hinaus bietet die Schule wöchentliche Freizeit- und Förderprogramme an, darunter Sport, Sprachen, akademische Förderung und kirchliche Aktivitäten. Vor kurzem absolvierte eine Gruppe von Schülern ein Trainingsprogramm im Dienst der Leiterschaft, in welchem sie lernten, wie man führt, anderen dient und dem Beispiel Jesu Christi folgt.

Unser Engagement erstreckt sich über den Unterricht hinaus. Wir pflegen den Kontakt zu den Familien in deren Zuhause und bieten ihnen Ermutigung und Fürsorge. Durch diese Beziehungen möchte die Schule dazu beitragen, ein förderndes Umfeld für jeden Schüler zu schaffen.

Dank grosszügiger Spenden konnte ein Saal errichtet werden, der der Schulgemeinschaft dient. Dieser ist ein Segen sowohl für die Schule als auch für die gesamte Gemeindearbeit.

Gleichzeitig bringt das Wachstum der Schule neue Herausforderungen mit sich. Da die Schülerzahlen weiter steigen, müssen wir unsere Einrichtungen verbessern wie der Umbau eines alten Raums für Rückzugsmöglichkeiten für Jungen, der Bau eines zusätzlichen Klassenzimmers über dem Gemeindesaal, die Anschaffung neuer Möbel für die Klassenräume der Unterstufe sowie die Fortsetzung wichtiger Instandhaltungsmassnahmen.

Wir sind zutiefst dankbar für jede Unterstützung, die dazu beiträgt, dass die Ashrafieh Nazarener-Schule ein Ort der Bildung, des Glaubens, der Hoffnung und der christlichen Nächstenliebe bleibt.

Gaben für die Ashrafieh Nazarener-Schule in Amman leiten wir zu 100 % weiter.


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Das erste Halbjahr 2026 war für Leket Israel von sich verändernden operativen Gegebenheiten geprägt. In diesen sechs Monaten unterstützte Leket Israel 346 gemeinnützige Partnerorganisationen und versorgte wöchentlich insgesamt 470‘000 Bedürftige.

Das Projekt Leket arbeitete aufgrund des instabilen Winterwetters und der darauffolgenden kriegsbedingten Störungen unter schwierigen Bedingungen. Trotz dieser Einschränkungen baute das Team seine Partnerschaften aus, stärkte die Rettungskapazitäten und führte neue Sammelmethoden ein, die die Rettung grosser Mengen Wurzelgemüse aus den Lagersilos der Packhäuser ermöglichten.

Das Essensrettungsprojekt sah sich kriegsbedingten Unterbrechungen wichtiger Hilfslieferungen gegenüber, was tägliche Anpassungen der Sammlungen und zusätzliche Einkäufe erforderlich machte. Parallel dazu trieb die Abteilung die Vorbereitungen für eine weitere Hilfsroute und ein neues Lager- und Verteilzentrum in Hadera voran, um die Versorgung in Haifa zu erweitern.

Die Ernährungsbildung für gefährdete Kinder (Leket Briut) versorgte gefährdete Kinder und Familien weiterhin mit Ernährungsbildung und verteilte alle zwei Wochen Obst- und Gemüsekisten über teilnehmende Schulen in sozial schwachen Städten und Gemeinden. Während der Schliessung des Schulsystems aufgrund des Israel-Iran-Krieges wurde das Programm auf ein Abholmodell für die Familien umgestellt, bevor es bis zum Ende des Schuljahres wieder regulär fortgesetzt wurde

Leket Express versorgte Gemeinden mit eingeschränktem Zugang zu lokaler Unterstützung durch gemeinnützige Organisationen weiterhin mobil mit frischen Produkten. Während des Krieges und Phasen erhöhter Sicherheitsbeschränkungen passte die Organisation ihr Vertriebsmodell an und setzte auf vorverpackte Waren. Das Angebot wurde um zwei neue Verteilstellen in Tel Aviv und Haifa erweitert.

Das landwirtschaftliche Freiwilligenprogramm unterstützte weiterhin Landwirte, die mit Arbeitskräftemangel zu kämpfen hatten, durch freiwillige Erntehilfe und andere wichtige Arbeiten, um den Wert der Ernte zu erhalten, die Produktion aufrechtzuerhalten und die Widerstandsfähigkeit der israelischen Landwirtschaft zu stärken.

Wie immer sind wir Ihnen für Ihre unerschütterliche Unterstützung in diesen turbulenten Zeiten zutiefst dankbar. Mit freundlichen Grüssen,

Joseph Gitler, Gründer & Präsident

Gidi Kroch, CEO

Gaben für Leket Israel – Lebensmittelrettungsorganisation leiten wir zu 100 % weiter.


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Chesed Shel Emes verkörpert die höchste Form des Altruismus: die Ehrung derer, die sich nicht mehr selbst äussern können, und die Sicherstellung einer würdevollen jüdischen Bestattung. Die mitfühlende Arbeit dieser Einheit – oft unter emotional schwersten Umständen – spiegelt ZAKAs unerschütterliches Bekenntnis zu unseren Kernwerten wider: die Unantastbarkeit des Lebens, Professionalität bei Rettung und Bergung, ehrenamtliches Engagement, Zusammenhalt und der tiefe Respekt vor jedem Menschen, im Leben wie im Tod.

Was wir tun: Die Freiwilligen von ZAKA Chesed Shel Emes werden intensiv im sorgsamen Umgang mit der Identifizierung von Verstorbenen geschult, sei es nach einem Verkehrsunfall, einem Terroranschlag, Mord, Selbstmord oder einer Naturkatastrophe. Im Auftrag der israelischen Polizei sammeln sie Blut und Leichenteile am Tatort, um die Würde des Verstorbenen zu wahren. Ihre Expertise umfasst forensisches Verfahren, jüdisches Bestattungsrecht und modernste Methoden der Leichenidentifizierung – stets unter Einhaltung höchster Standards an Respekt und Sorgfalt.

Warum es so wichtig ist: Diese Arbeit hilft trauernden Familien nicht nur, mit dem Verlust abzuschliessen, sondern erfüllt auch eine heilige Mizwa: die Fürsorge für die Verstorbenen ohne Erwartung von Gegenleistung. Indem ZAKA die Verstorbenen respektiert und ehrt, bekräftigt die Organisation die Heiligkeit des Lebens auch im Tod und verbindet Gemeinschaften im In- und Ausland. Unsere Freiwilligen von Chesed Shel Emes sind weltweit im Einsatz – sie leisten Hilfe bei Massenunfällen und unterstützen die Rückführung von Angehörigen, wenn Familien im Ausland auf Hindernisse stossen.

Finanziert durch Ihre Spenden: Alle Spezialeinheiten von ZAKA, einschliesslich Chesed Shel Emes, arbeiten ausschliesslich dank der Grosszügigkeit von Menschen weltweit. Ihre Spenden finanzieren die fortgeschrittene Ausbildung, die Ausrüstung und den schnellen Einsatz, die es diesen Freiwilligen ermöglichen, ihre sensible und lebenswichtige Arbeit zu leisten. Mit Ihrer Unterstützung von ZAKA tragen Sie dazu bei, dass wir unserer wichtigen Mission nachkommen können: das Leben in jeder Phase zu ehren und Familien in ihrer schwersten Zeit Trost zu spenden.

Gaben für ZAKA – Suche & Rettung leiten wir zu 100 % weiter.


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