Rundbrief Nr. 248 – April 2026
Liebe Rundbriefleserin, lieber Rundbriefleser

Gutes tun. Jesus sprach: «Als ich hungrig war, habt ihr mir zu essen gegeben. Als ich Durst hatte, bekam ich von euch etwas zu trinken. Ich war ein Fremder bei euch, und ihr habt mich aufgenommen. Ich hatte nichts anzuziehen, und ihr habt mir Kleidung gegeben. Ich war krank, und ihr habt für mich gesorgt. Ich war im Gefängnis, und ihr habt mich besucht.» Dann werden sie, die nach Gottes Willen gelebt haben, fragen: «Herr, wann bist du denn hungrig gewesen, und wir haben dir zu essen gegeben? Oder durstig, und wir gaben dir zu trinken? Wann warst du als Fremder bei uns, und wir haben dir Gastfreundschaft gewährt? Und wann hattest du nichts anzuziehen, und wir haben dir Kleider gebracht? Wann warst du denn krank oder im Gefängnis, und wir haben dich besucht?» Der König wird ihnen dann antworten: «Das will ich euch sagen: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan!» (Mt. 25, 35-40, HfA)

Zweimal Weihnachten! Bereits seit 28 Jahren wird diese segensreiche Aktion durchgeführt. Von Beginn weg gehören wir zu denen, die mithelfen, Lebensmittel und Hygieneartikel an Bedürftige in der Schweiz weiterzugeben. Natürlich ist diese Aktion auch mit viel Arbeit im Hintergrund verbunden. Einige Familien, Alleinstehende und AHV-Bezüger, von denen wir wissen, dass sie zu den Bedürftigen gehören, können vorbeikommen, auswählen und mitnehmen, was sie benötigen.



Anmerkung: Spenden, die in die Rubrik: «Wo am nötigsten» einbezahlt werden, leiten wir nach Israel weiter. Falls Sie gern Bedürftige in der Schweiz oder in Deutschland unterstützen möchten, vermerken Sie das bitte bei der Einzahlung oder melden uns das telefonisch oder per Mail.

Israel braucht unsere Unterstützung! Mit der Israelreise vom 25. Sept. bis 5. / 8. Okt. 2026 setzen wir ein Zeichen der Verbundenheit, Liebe und des Trostes. Bereits sind mehrere Anmeldungen eingegangen. Das heisst, es sind nur noch ein paar Plätze frei. Wenn Sie auch gerne mitkommen möchten, melden Sie sich bitte so rasch wie möglich an.

Allgemeine Gaben an rea ISRAEL
Wo am nötigsten!
Jesus Christus ist auferstanden, ja, er ist wahrhaftig auferstanden!

Mit einem herzlichen Schalom,
rea ISRAEL
Silas Wenger, Präsident

 

Israel-Herbstreise vom 25.9. bis 5. / 8.10.2026. Alle Informationen HIER.





Yad L‘Ami – Helfende Hand für Mein Volk
Monate der Unsicherheit
In den Monaten Januar und Februar erhielt die israelische Bevölkerung widersprüchliche Meldungen über einen drohenden iranischen Angriff. Würde er innerhalb von 48 Stunden losgehen? Oder wird noch weiter verhandelt? Allein schon diese tägliche Unsicherheit wurde von vielen als eine Art Krieg empfunden.

Eines war für uns sicher: Wenn das Regime im Iran verschwindet, wird für die Iraner Freiheit einkehren. Dann werden die Hisbollah-Terroristen, die Hamas im Gazastreifen, die Huthis im Jemen und alle anderen terroristischen Organisationen ihren Terror gegen Israel nicht mehr lange aufrechterhalten können. Dann wird der Geldhahn aus dem Iran zugedreht. Der Iran ist der grosse Oktopus im Nahen Osten. Entfernt man das Herzstück, verlieren die Tentakel ihre Kraft.

Gottes Verheissungen für Israel und seine Feinde
Wir machen weiter mit unseren Programmen und bleiben optimistisch, obwohl – oder eigentlich, gerade weil – sich die Welt immer mehr gegen Israel wendet. Wir bauen auf, auch wenn Israels Feinde niederreissen. Sie rufen: „Tod für Israel!" Doch Hass gegen Israel ist im Grunde genommen Hass gegen Gott selbst.

Wir planen weiter, dürfen uns aber nicht zu sehr darauf freuen, denn wenn es wieder ganz anders herauskommt, ist die Enttäuschung gross. So leben wir hier schon seit Jahren; immer wachsam, aber mit den Augen auf Ihn gerichtet, der heute noch sagt: „Fürchte dich nicht, Israel, denn ich bin mit dir; schau nicht ängstlich umher, denn ich bin dein Gott. Israel, du bist mein Knecht, den ich erwählt habe, den ich von den Enden der Erde herbeigeführt habe. Ich habe dich nicht verworfen. Ich stärke dich und helfe dir.“ (Jesaja 41 ab Vers 8).

Das prophetische Buch Jesaja ist voller wunderbarer Verheissungen. Doch dann fährt Gott in Vers 11 weiter: „Siehe, alle, die gegen Israel zürnen, werden zuschanden werden. Sie werden sein wie nichts und umkommen. Ja, die Menschen, die gegen Israel kämpfen, werden vernichtet werden.“ Es ist besser, den Prophezeiungen zu vertrauen als den Schlagzeilen.

Wassersurfen – Therapie mit Kraft
Sowohl ältere Menschen wie Kinder erzählen von den positiven Auswirkungen des Surfens. Es ist mehr als Sport. Das Meer lehrt wie das Leben selbst: hinfallen, aufstehen und neu beginnen. Wind und Wellen fordern heraus, schenken aber auch Sieg. Nicht jeder wird körperlich geheilt. Aber jeder lernt, besser mit seiner Situation umzugehen. Auch die Hunde- und Pferdetherapie sowie die Musiktherapie laufen auf Hochtouren und schenken vielen neuen Mut.

Unsere Senioren
In einem schönen, warmen Kleid mit Schafsmotiv wartet Ludmilla (87) bereits auf uns. Sie ist eine echte Babuschka. Mit funkelnden Augen strahlt sie Dankbarkeit aus, trotz all ihrer Einschränkungen. Dieses Mal bringen wir ihr von ihrem Sponsor ein zusätzliches Geschenk. Vor Freude und Überraschung bekomme auch ich einen dicken Kuss.

In diesen Tagen sind wir wieder viel unterwegs, um unsere Betagten zu besuchen und ihnen den Scheck für Pessach zu überreichen. Einige sind sehr gebrechlich und brauchen mehr Hilfe. In Israel gibt es Organisationen, die Menschen aus verschiedenen Ländern holen, damit diese die Pflegebedürftigen rund um die Uhr betreuen. Oft wird ihnen dann jemand zugeteilt, der auch ihre eigene Sprache spricht.

Sa’ad wird allmählich schön
In Sa'ad wurde eine Tiertherapie aufgebaut. Bereits durfte Positives bewirkt werden. Doch das Projekt erwies sich grösser als erwartet. Es wurde hart gearbeitet. Vor allem für Arjen, unser Vorstandsmitglied, und unseren Gartenarchitekt, gab es viel vorzubereiten. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Neben dem Tierbereich gibt es noch mehr zu tun. Grosse und kleine Ecken bedürfen ihrer Instandsetzung. Auch der Pferdetherapeut wartet auf Unterstützung.

Die Männerwoche, die Herzen berührte
Aus Europa kam uns wieder eine sehr engagierte Gruppe helfen. Trotz der Kriegszeit liessen sie ihre Angehörigen zu Hause, um uns in Israel tatkräftig beizustehen. Das bewirkte Staunen und Dankbarkeit bei den Israelis. Hier lasse ich einen Teilnehmer zu Worte kommen:

Jos Felix: Es begann in aller Frühe, in der Stille eines Wintermorgens, als ich voller Vorfreude nach Israel aufbrach. Was folgte, war eine Woche, die mein Herz auf eine Weise berührte, die ich mir zuvor nie hätte vorstellen können. In Jerusalem spazierte ich mit der Bibel in der Hand durch die alten Strassen, umgeben von Geschichten, Geschichte und Glauben. Danach arbeiteten wir Männer Seite an Seite in einem Kibbuz, mitten in einem Gebiet, in dem die Narben des 7. Oktobers noch spürbar sind. Die Begegnungen mit Einwohnern, Soldaten und Überlebenden hinterliessen tiefe Spuren – ihre Offenheit, ihr Schmerz und ihre Widerstandsfähigkeit! Zwischen Regen, Schlamm, Bombardierungen und harter Arbeit entstand eine besondere Verbundenheit untereinander und mit Israel. Jeder Tag brachte Momente, die mich sprachlos machten, aber auch dankbar stimmten. Diese Reise veränderte nicht nur meine Sicht auf das Land, sondern auch auf mich selbst. Was als Arbeitsreise begann, wurde zu einer Lektion fürs Leben.

Dank an Leser und Spender
Wir möchten uns ganz herzlich bei Ihnen allen bedanken. Ohne Ihre Liebe zu Gottes Volk, Ihre Gaben und Gebete wäre Yad L’ Ami nie so weit gekommen. In fünfundzwanzig Jahren durften wir viel aufbauen, doch alle Ehre und aller Dank gebührt Gott, dem Vater!

Gaben für Yad L’Ami – Helfende Hand für Mein Volk leiten wir zu 100 % weiter.


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An dieser Stelle berichteten wir schon wiederholt von der segensreichen Arbeit unter der Leitung von Genady Michaely. Auch ehemalige Süchtige bezeugten, wie sich ihr Le-ben verändert hat. Hier lassen wir einmal den Leiter selbst erzählen, wie er dazu kam, sich in Israel um Randständige zu kümmern.

Genady Michaely: Warum ich diene
Das Jahr 1989 brachte eine erstaunliche Wende. Ich lebte damals in der Ukraine. Dieses Land gehörte seit ein paar Jahrzehnten zur Sowjetunion und wurde 1991 unabhängig. Ich arbeitete in der Kunststiftung an Glasfenstern und war daran, einem jungen Mann namens Viktor zu helfen, eine Arbeit zu finden. Eigentlich wollte er nach Amerika ausreisen, doch in jener Zeit, unter jenem Regime galt das als Verrat, sodass er keine Arbeit finden konnte. Auch einen Pass zu bekommen, dauerte sehr lange. Zudem benötigte man eine Einladung aus dem Land, in das man reisen wollte. Es war ein Teufelskreis. So nahm ich mich Viktor an und er durfte auf meiner Arbeitsstelle mithelfen. Eigentlich wollte auch ich auswandern. Damals wollten alle, denke ich, fort und dieses arme, elende, verfluchte Land verlassen.

Viktor war Christ und bezeugte das auch. Als wir so zusammenarbeiteten, verstand ich plötzlich, dass Jesus eine reale Person ist, der wahre Herr, der einst im Land Israel lebte. Obwohl jüdischer Abstammung, war mir dieser Gedanke bisher völlig fremd. Als ich aber die Botschaft über Jesus hörte, blieb für mich die Zeit stehen. Ich war so überrascht, so voller Freude! Es gibt den wahren Gott, und er liebt mich! Der Himmel öffnete sich. Ich ging umher und sprach mit Gott.

Meine Freunde aus jenem Leben begannen, sich in der Küche unserer Einzimmerwohnung zu versammeln, und Viktor erzählte und bezeugte uns von Gott. Wir sassen um ihn herum und rauchten. Er sass in diesem Rauch und redete von Gott. Dann schloss ich mich einer Gemeinde an und ging zu den Versammlungen. Von dort brachte ich Kassetten mit Aufnahmen von Predigten und Liedern mit nach Hause.

Eines Tages kam meine Frau von ihrer Arbeit zum Mittagessen nach Hause. Normalerweise ging sie mit Freundinnen essen. Doch heute hörte sie eine der Predigten. Am Ende gab es einen Aufruf und das Lied "Das alt‘ raue Kreuz". Sie kniete nieder und tat Busse. Dann kehrte sie zu ihrer Arbeit zurück. Als sie abends heimkam, erzählte sie, was sie erlebt hatte und sprach freudig von Jesus. Dies geschah sechs Monate, nachdem ich zum Glauben gekommen war. 1990 wurden wir getauft.

Ich wollte auswandern. Inzwischen war es für mich eine entschiedene Tatsache. Mit meinem jüdischen Hintergrund wusste ich, dass ich mich in Israel niederlassen könnte, aber das wollte ich nicht, weil es kein christliches Land war. Darum versuchte ich, nach Amerika oder sonst in ein Land auszuwandern, aber nichts funktionierte. Und dann sagte meine (nichtjüdische) Frau eines Tages 1994:

"Dein Gott ist mein Gott, dein Volk ist mein Volk.


Wenn es irgendwo ein Land gibt, wo ich leben möchte, dann ist es Israel."

Ehre sei dem Herrn! Er berührte mich. Ich ging zur Botschaft, holte die Dokumente und erhielt die Visa. Zwei Monate später kamen wir in Israel an.

Und doch wollte ich wieder wegziehen. Ich dachte, vielleicht wäre es einfacher, in einem anderen Land zu leben. Dann trafen sich am Unabhängigkeitstag drei Gemeinden zu einem Picknick mit Spielen und einer gemeinsamen Lobpreiszeit auf Hebräisch. Diese berührte mich so tief, dass sie mich in einem Augenblick veränderte! Jetzt wollte ich nirgendwo mehr hin. Ich verliebte mich regelrecht in mein Volk, in meine israelischen Mitmenschen, wie auch immer sie sein mochten. Sie sind mir alle lieb. Und Hebräisch begann für mich wie eine Melodie, wie ein Lied zu klingen. Dies ist Gottes Sprache, in der er mit Abraham redete. Die meisten der Schriften, von denen es heisst: "Erforscht die Schriften, denn durch sie werdet ihr ewiges Leben empfangen", sind auf Hebräisch geschrieben, von Gott selbst diktiert und inspiriert.

Berufung zum Dienst
2007 berührte mich Gott und rief mich zum Rehabilitationsdienst. In einem solchen hatte ich mich zwar nie gesehen, aber Gott offenbarte mir, dass dies das Beste für mich sei.

Meine Frau und ich meldeten uns als freiwillige Helfer. Vier Jahre lang verteilten wir auf der Strasse in der alten Tachana Merkazit Mahlzeiten. Tachana Merkazit ist ein Elendsviertel, einer der geistlich dunkelsten Orte in Tel Aviv. Dort gibt es Prostitution, Drogenhandel und das ganze kriminelle Milieu, wo das Unterweltleben brodelt. Direkt gegenüber dem Gebäude, wo sich viele von ihnen versammelten, gaben wir den Menschen zu essen. Ratten liefen herum. Es waren unhygienische Bedingungen, aber wir dienten dort, verteilten Essen und sangen Lieder. Und die Menschen reagierten! Sehr viele kamen durch diesen Dienst zu Jesus. Viele traten in eine Rehabilitation ein.

Hier begann unsere Reise. Jetzt geht sie weiter – Essen verteilen, aber bereits in einer Einrichtung. Viele Dienste sind jetzt daran beteiligt.

Die Ersten, die zur Rehabilitation kamen, waren zwei Frauen. Eine von ihnen war eine "Chefin". Sie hatte Autorität in ihrem Kreis. Später wurde sie selbst ehrenamtliche Mitarbeiterin. Gott vollbrachte Wunder an ihr. Er heilte sie von Krebs. Wunder, die nur der Herr tun kann! Ein Heim für Frauen lag mir immer am Herzen.

2010 eröffneten wir in Jaffa ein Reha-Haus für Männer. Dann zogen wir nach Aschdod, dann nach Aschkelon und jetzt sind wir in Ariel, wo wir zusammen mit zwei Gemeinden viel Arbeit leisten. Auch verteilen wir Lebensmittelpakete an Holocaust-Überlebende.

Ein Traum wird wahr
Im Haus in Aschkelon gibt es jetzt ein Frauenprogramm! Drei junge Frauen dienen dort, und momentan sind drei Frauen im Programm. Es ist zu einem warmen, hübsch eingerichteten Zuhause geworden. Ordnung und Blumen tragen zur Gemütlichkeit bei. Gottes Liebe wird dort ausgegossen.

Die Frucht
Meine Frau ist gläubig, meine Kinder sind zum Glauben gekommen sowie meine Enkelkinder. Bereits besucht meine älteste Enkelin die Jugendgruppe in ihrer Gemeinde. Ehre sei Gott!

Wie die Worte einst lauteten: "Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen", so ist es in meiner Familie geschehen. Das ist ein grosses Glück. Und es ist ein grosser Segen, Gott zu dienen. Es hat mein ganzes Leben verändert. Ehre sei dem Herrn für seine Treue! Der heilige Name unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus sei verherrlicht! Amen.

Gaben für die Obdachlosenarbeit in Ariel leiten wir zu 100 % weiter.


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VERLORENE SANDALEN UND DER BARMHERZIGE SAMARITER
Eines Abends, als ich einem Freund aus Deutschland die Strassen von Tel Aviv zeigte, hörten wir plötzlich einen durchdringenden Schrei von der anderen Strassenseite. Wir drehten uns um und sahen mehrere junge Männer, die eine andere Person in Richtung der stark befahrenen Fahrbahn stiessen. Einer von ihnen holte einen grossen Metallventilator aus einem Müllcontainer und warf ihn mit voller Wucht gegen einen Mann. Der Ventilator zerbrach in Stücke, das Opfer taumelte, fiel auf den Bordstein und blieb dort sitzen, von Schmerzen überwältigt. Die Angreifer rannten weg. Unter der schummrigen Strassenlaterne bewegte sich das Opfer kaum.

In diesem Moment kam mir die Geschichte vom Barmherzigen Samariter in den Sinn. Viele Menschen waren auf der Strasse unterwegs. Sie hatten alles mitverfolgt, den Schrei gehört, den gestürzten Mann am Strassenrand gesehen. Aber niemand hielt an. Ich beobachtete ihre Gesichter. Einige sahen verängstigt aus, andere flüsterten miteinander oder lachten nervös. Aber alle gingen vorbei. Genau wie im Gleichnis.

Wir gingen zu dem Mann, und ich kniete mich neben ihn. Ich schätzte sein Alter auf um die vierzig. Er trug schmutzige Kleidung und sah aus wie jemand, der lange Zeit auf der Strasse gelebt hatte. Möglicherweise stand er unter Drogeneinfluss.

„Keine Angst,“ sagte ich zu ihm, „wir sind da, wir helfen Ihnen.“ Er sah mich ruhig an und sagte: „Ich habe meine Sandalen verloren.“ Er musste sie während des Angriffs verloren haben. Ich machte mich auf die Suche. Eine Sandale fand ich schnell, die andere erst nach einer Weile. Als ich sie ihm brachte, sagte er: „Nein, du verstehst das nicht. Zieh mir die Sandalen an!“ Es klang fast wie ein Befehl. Aber ich dachte: Der barmherzige Samariter hat auch die praktischen und notwendigen Dinge getan. Also zog ich ihm die Sandalen an.

Dann sagte er: „Siehst du die Tasche da bei meinen Füssen? Nimm sie!“ Es war eine alte, schmutzige Tasche. Ich nahm sie an mich. Wir halfen ihm, die Strasse zu überqueren und brachten ihn an einen sicheren Ort. „Gib mir die Tasche!“ sagte er, und ich reichte sie ihm.

Ich bereitete mich innerlich darauf vor, ihm von Gottes Liebe zu erzählen, etwas Ermutigendes zu sagen – da legte er mir plötzlich die Hand auf die Schulter und sagte: „Hör zu – gib mir etwas Geld!“ Er sagte es entschieden, fast frech. „Ich habe kein Geld,“ antwortete ich (das stimmte, ich hatte kein Bargeld dabei). „Alles klar“, sagte er und ging brummend davon. Wir standen da und sahen zu, wie er in der Nacht verschwand. „Vielleicht hatte der barmherzige Samariter auch schwierige Momente," dachte ich.

Menschen zu helfen ist nicht immer einfach. Jeder hat so seine Erwartungen, seine eigene Vorstellung davon, wie Hilfe aussehen sollte. Und dann wurde mir etwas Tieferes klar.

Wir kommen oft auf dieselbe Weise zu Gott – mit spezifischen Bitten, mit unseren Vorstellungen von dem, was wir jetzt brauchen. Wir konzentrieren uns auf unsere „verlorenen Sandalen“, auf das, was uns am dringendsten erscheint. Doch der Herr hat oft eine andere Sicht der Dinge. Er weiss, was unsere Seele braucht oder gefährdet. Er rettet uns vor Dingen, die wir nicht einmal bemerken. Er hilft uns nicht immer so, wie wir es uns vorstellen – sondern so, wie wir es wirklich benötigen. Und Gott sei Dank dafür!

(Von Sergej, stellvertretender Direktor von Aviv Ministry)

Gaben für Aviv Ministry leiten wir zu 100 % weiter.


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Luftfilter für Schutzraum im Heim für Behinderte
In Gush Etzion gibt es ein Heim für junge Behinderte. Dieses Heim ist ein soziales Gefüge, das Menschen mit besonderen Bedürfnissen die Möglichkeit gibt zu wachsen und ihren Platz zu finden – in der Schule, in der Gemeinschaft und in der Gesellschaft als Ganzes. Der im Jahre 1997 gegründete Integrations-Workshop hat sich zu einer lebendigen Gemeinschaft entwickelt, die Bildung, Wohnen, Beschäftigung und soziales Leben vereint. Der Workshop umfasst zwei Schulen, gemeinschaftsbasiertes Wohnen und ein vielfältiges Beschäftigungsnetzwerk in den Bereichen Landwirtschaft, Tierpflege, Kunst und ein soziales Café. Mehr als 250 junge Leute erhalten individuelle Programme, die auf ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten zugeschnitten sind und Wachstum, Zugehörigkeit und Chancen fördern.

Neues Tageszentrum für Erwachsene. Die Heimleitung arbeitet gerade an einem neuen Therapiezentrum, das eine sichere und fürsorgliche Umgebung für Erwachsene mit besonderen Bedürfnissen bietet, die nicht mehr in der Lage sind, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Mit bis zu 50 Teilnehmern wird das Zentrum an fünf Tagen in der Woche personalisierte Programme in Physiotherapie, Sprachtherapie, Wasseraktivitäten, Musik, Kunst und Alltagskompetenzen anbieten. Darüber hinaus werden Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten mit den Bewohnern von Gush Ezion geschaffen, um die Inklusion und Gemeinschaft in Gvaot zu stärken.

Heimbewohner und -bewohnerinnen.
In Gvaot ist jedoch die Schutzinfrastruktur bei weitem nicht ausreichend. Es gibt nur ein Standard-Mamad (verstärktes Klassenzimmer), das noch im Bau ist, neben drei improvisierten Unterkünften, die nicht den Sicherheitsstandards für Bildungszwecke entsprechen. Seit Beginn des Krieges musste die Gemeinschaft fast 500 Raketenalarme ertragen. Infolgedessen sind Lernende und Mitarbeiter immer wieder gezwungen, den Unterricht zu verlassen und sich in Räume zu begeben, die nicht sicher genug sind, was nicht nur ein körperliches Risiko, sondern auch eine starke emotionale Belastung darstellt, insbesondere für Kinder mit besonderen Bedürfnissen, die grössere Schwierigkeiten haben, mit Notfällen und Instabilität umzugehen.

Wir von Beth-El durften ihnen ihren Schutzraum mit einem zuverlässigen Filtersystem ausstatten.

Anbei ein paar Sätze aus ihrem Dankesbrief:

Liebe Beth El-Gemeinschaft, herzlichen Dank für die Anschaffung des Luftfiltersystems. Ihre Unterstützung ermöglichte es uns, unseren Schutzraum mit einem zuverlässigen Filtersystem auszustatten, das für saubere Luft sorgt, Verunreinigungen blockiert und für längere Zeit einen sicheren Schutz gewährleistet – ohne dass eine Gasmaske erforderlich ist. Seid reich gesegnet! Ihr überrascht uns immer wieder aufs Neue mit eurer Liebe und Fürsorge. Möge es euch Gott reich vergelten!

Gaben für den Hilfsdienst Amutha Beth-El leiten wir zu 100 % weiter.


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Neues aus dem Olim-Haus in Haifa
Liebe Freunde von rea ISRAEL, mit Freude und Dankbarkeit erzählen wir Ihnen, was wir wieder mit Ihren grossherzigen Spenden tätigen konnten:

Maxim und Anastasia mit drei Töchtern
Diese Familie hatte 2024 als Neueinwanderer eine Zeit bei uns in unserem Gästehaus verbracht. Dann verloren wir sie aus den Augen, obwohl wir immer wieder mal an sie dachten. Dann traf Markus bei einem Einkauf "zufällig" Mutter Anastasia, und so kamen wir wieder in Kontakt. Dadurch erfuhren wir, dass die beiden Mädchen, die sonst unzertrennlich waren, in ihren Schulen nicht zurechtkamen und nun in zwei verschiedenen Internaten untergebracht sind, die vom Integrationsprogramm „Naale“ betrieben werden. Wenn sie zwischendurch zu Hause sind, schliefen sie bisher auf knappen, dünnen Matratzen auf dem Boden.

Tochter und Mutter bei Ikea.
Nach der Begegnung mit Markus kam nun Anastasia auf uns zu und bat uns, ihren Mädels Betten zu kaufen. Sie empfand, ihre Töchter würden sich besser zu Hause fühlen, wenn sie ihren eigenen Bereich hätten.

Aufgebaut und bald hübsch eingerichtet: Das Mädchenzimmer.
So fuhren wir mit Anastasia und Maria – deren Schwester Sonja konnte leider nicht mitkommen – zu IKEA und kauften zwei Hochbetten, unter welchen Platz für einen Schreibtisch und eine kleine Sitzgelegenheit mit Stauraum ist. Mit sichtlicher Freude suchte Maria für sich und ihre Schwester Betten, Schreibtische und Schreibtischstühle aus. Beim anschliessenden Hotdog-Essen meinte sie, nun habe sie ihr Wunschzimmer und brauche nicht mehr nach Russland zurückzukehren!

Eliana mit ihrem Plüschhund.
Diese Menschen waren so bescheiden und dankbar. Der kleinen Schwester Eliana, die noch bei ihren Eltern im Bett schläft, brachten wir einen kleinen Stoffhund mit. Sie war ganz aufgeregt und schloss ihn sogleich ins Herz!

Einmal mehr waren wir beeindruckt, wie es oft gar nichts Grosses, nur einfach das Richtige braucht, um ein Gefühl von zu Hause zu bekommen!

Dankbar schrieb uns Mutter Anastasia anschliessend: „Wir möchten uns noch einmal ganz herzlich für Ihre Hilfe beim Mädchenzimmer bedanken! Mascha bat Papa, sofort alles aufzubauen. Sie ist total begeistert und hat schon zwei Nächte in ihrem neuen Bett geschlafen und bereits angefangen, ihren Bereich zu dekorieren. Sonjas Zimmerteil ist auch fast fertig. Hier schicke ich Ihnen ein Foto, wie es im Moment aussieht. Die kleine Eliana müssen wir ständig davon abhalten, auf die Mädchenbetten zu klettern!“

Familie Alexei und Olga mit Klein-Aaron
Viel Notwendiges wird bei Ikea eingekauft –
Auch dieser jungen Familie konnten wir sehr praktisch helfen. Nach ihrem Aufenthalt in unserem Haus brachte Markus die drei nach Netanja in ihre Mietwohnung.

– zum Beispiel ein Kinderbett für Aaron.
Dort angekommen, stellte er fest, dass vieles fehlte, was man für den Alltag braucht, und fuhr mit ihnen ebenfalls zu IKEA, um Küchenutensilien, Bettdecken und das Nötigste für ihre Wohnung einzukaufen.

Chanukka-Feier
Die diesjährige Chanukka-Feier mit Olim vom Haus und mit Ehemaligen konnten wir auch wieder durch Ihre Hilfe, liebe Freunde von rea ISRAEL, ausrichten.

Ein gemeinsam gefeiertes Fest hilft oft sehr, das Gefühl von Zugehörigkeit und Vertrauen zu fördern und zu stärken.

Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Matthäus 25,40

Gaben für Integrationshilfe für Juden in Israel werden zu 100 % weitergeleitet.


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Israel im Faktencheck

Wem gehört das Land aus biblischer Sicht?
● Gott vermachte Abraham vor 4'000 Jahren das Land in der Erbfolge Abraham – Isaak – Jakob (vergleiche 1. Mose 28,13).
● Gott gab Jakob den neuen Namen «Israel» und machte ihn zum Namensgeber für das Land.
● Gott teilte das Land unter den zwölf Söhnen Jakobs auf, jeder der zwölf Stämme erhielt ein eigenes Gebiet.
● Gott verwarf sein Volk nicht, sondern bestätigte seinen Bund immer wieder.
● Gott bezeichnet sich selbst als «Gott Israels».

Ist Israel ein Apartheidstaat? / Demokratie und Rechtsstaat
In Israel leben ca. 7,1 Millionen Juden, 1,85 Millionen Araber, 190'000 Christen, 150’000 Drusen und an-dere. Sie alle geniessen volle Bürgerrechte.
Einzigartig im Nahen Osten: Jeder Bürger kann unabhängig von Herkunft oder Religion
● wählen oder sich zur Wahl stellen lassen
● seine Meinung frei äussern
● seine Religion frei wählen und praktizieren
● gleiche Bildungschancen nutzen
Jeder Bürger kann diese Gleichbehandlung notfalls gerichtlich einklagen.
Kein anderes Land im Nahen Osten bietet seinen Bürgern annähernd so viele Freiheiten und Rechte wie Israel. Araber, die in Israel leben, geniessen mehr Rechte als Araber, die in arabischen Ländern le-ben. Kein Jude besitzt in arabischen Staaten vergleichbare Rechte und Freiheiten. Israel ist kein Apart-heidstaat, sondern die einzige funktionierende Demokratie und der einzige Rechtsstaat in diesem Teil der Welt.

Haben Juden «Palästina» geraubt?
Israelitische Stämme besiedelten das Land nachweislich bereits 1250 v.Chr. Seither gab es jüdische Präsenz, selbst in Zeiten der Verfolgung. Kein anderes Volk, das vor 3'000 Jahren hier lebte, existiert heute noch.
Kaiser Hadrian benannte Israel/Judäa 132 n.Chr. um in «Syria Palaestina». Eine «palästinensische Nation» gibt es ethnologisch nicht. Die nichtjüdische Population entstand durch Einwanderung aus ara-bischen Ländern und wechselnder Besatzung, am längsten dauerte die Herrschaft des Osmanischen Reichs (1517 bis 1918).
1917 verpflichtete sich Grossbritannien zur Errichtung einer jüdischen Heimstätte in «Palästina». Die sogenannte Balfour-Erklärung wurde vom Völkerbund ratifiziert, von der UNO übernommen.
1922 wurde Israel zum britischen Mandatsgebiet Palästina. Alle Bewohner wurden als «Palästinen-ser» bezeichnet – ob Araber, Juden oder Christen.
Noch im Jahr 1922 trennte Grossbritannien vier Fünftel des Mandatsgebiets ab als arabisches Terri-torium – das spätere Jordanien. 1947 teilte die UNO auch das verbliebene Fünftel «Palästinas» noch einmal auf. Die Araber lehnten den Teilungsplan ab. Die Juden stimmten zu und gründeten am 14. Mai 1948 den Staat Israel.
Weitaus grösser als die viel kritisierte jüdische Zuwanderung war die arabische Zuwanderung im selben Zeitraum:
● 1900: 400'000 Araber, 30'000 Juden
● 1918: 573'000 Araber, 66'000 Juden
● 1936: 955'000 Araber, 370'000 Juden
Das Land zog arabische Einwanderer an, weil es durch die Arbeit jüdischer Pioniere wieder ertragsreich wurde und Arbeitsplätze entstanden.

Ist Israel ein imperialistischer Staat?
Imperialistische Staaten wollen ihren Machtbereich vergrössern. Sie führen Angriffskriege. Israels Krie-ge waren stets Verteidigungskriege.
Bereits in der Gründungsnacht erfolgte der erste Angriff arabischer Armeen auf Israel. Israel gewann den Krieg – und alle folgenden. Darunter den Sechstagekrieg: 1967 marschierten arabische Truppen an allen Fronten gegen Israel auf, kündigten einen Vernichtungsfeldzug und die vollständige Auslöschung Israels an. Die UNO-Schutztruppen brachten sich in Sicherheit. Aus dieser Bedrängnis heraus wagte Israel einen Befreiungsschlag, gewann den Krieg – und dazu die Golanhöhen, die Sinai-Halbinsel, den Gazastreifen, das «Westjordanland» und Ostjerusalem.
Land für Frieden?
Nach einem stabilen Friedensvertrag gab Israel 1982 die Sinai-Halbinsel an Ägypten zurück. Für das Westjordanland und Ostjerusalem ermöglichte Israel eine palästinensische Autonomiebehör-de/Selbstverwaltung. Der Gazastreifen wurde von Israel 2005 vollständig geräumt. Syrien lehnt Frie-densverhandlungen bis heute ab – fordert aber die Golanhöhen zurück, die für Angriffe auf israelische Ortschaften genutzt wurden, ehe Israel das Gebiet einnahm und befriedete.

Wie unterscheiden sich Hamas-Angriffe von IDF-Einsätzen?
Ziel der israelischen Armee (IDF) ist es, Israels Zivilbevölkerung vor Terrorangriffen zu schützen, Terro-risten unschädlich zu machen und Terrorstrukturen zu zerstören. Dabei bemüht sich die IDF mehr als jede andere Armee der Welt, zivile Tote auf gegnerischer Seite zu verhindern. Die IDF warnt Zivilisten im Umkreis terroristischer Zielobjekte mit Flugblättern und Telefonanrufen vor Einsätzen und ermöglicht humanitäre Fluchtkorridore.
Ziel der Hamas ist die Vernichtung Israels. Angriffsziele sind bevorzugt israelische Zivilisten, selbst Kleinkinder und Babys. Vergewaltigungen, Folter, Verstümmelungen und Geiselnahmen gehören zu den Methoden der Terrororganisation. Die Hamas missbraucht ihre eigene Bevölkerung als Deckung für Terroraktionen und Terrorstrukturen, selbst Kinder werden als Waffenkuriere und lebende Schutzschil-de eingesetzt. Bis zum Einmarsch der IDF in den Gazastreifen nach dem 7. Oktober 2023 befanden sich Hamas-Stützpunkte in und unter UNRWA-Einrichtungen, in Kliniken, Schulen und Kindergärten – mit Wissen und Unterstützung vieler Gaza-Bewohner.

Warum verweigert Israel palästinensischen Flüchtlingen das Rückkehr-recht?
1948 verliessen 600'000 bis 700'000 Araber den neugegründeten Staat Israel – als direkte Folge des arabischen Angriffskriegs. Inzwischen sind fast 80 Jahre vergangen. Von dieser ursprünglichen Gruppe leben inzwischen nur noch rund 40'000 Menschen.
Trotzdem sind heute fast sechs Millionen «palästinensische Flüchtlinge» beim Flüchtlingshilfswerk UNRWA registriert, geniessen finanzielle Unterstützung und berufen sich auf ein «Rückkehrrecht» – denn laut einer einzigartigen UNO-Sonderregelung ist der Flüchtlingsstatus der Palästinenser vererbbar. Selbst über Generationen hinweg.

Palästina von deutscher Schuld befreien?
In Israel leben mehr Nachkommen jüdischer Flüchtlinge aus arabischen Ländern als aus Deutschland oder Europa. Denn bereits vor 1948 gab es Judenhass und Pogrome in muslimischen Ländern. Rund eine Million Juden mussten in diesem Zeitraum aus arabischen Staaten fliehen. Ihr Vermögen (ca. 300 Milliarden US-Dollar) und rund 100'000 km2 Landbesitz wurden enteignet – fünfmal die Fläche Israels. Nahezu alle arabischen Länder sind heute «judenfrei».
Hauptwurzeln jüdischer Israelis: 45 % - Afrika und Nahost / 31 % - Europa / 12 % - ehemalige UdSSR.

Ist Frieden möglich?
Eines Tages wird Israel gemeinsam mit Ägypten und Assyrien ein Segen für die Welt sein, verspricht uns die Bibel (Jesaja 19, 24-25). In den letzten Jahren hat sich mit dem Abraham-Abkommen bereits eine Türe geöffnet. Auch Projekte der Koexistenz zeigen täglich, wie Gott Menschenherzen ändern kann.