Rundbrief Nr. 245 – Januar 2026
Liebe Rundbriefleserin, lieber Rundbriefleser

«Was bleibt, bis es so weit ist, sind Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Aber am grössten von ihnen ist die Liebe» (1.Kor. 13,13 NGÜ).
Mit diesen kostbaren Worten möchte ich Ihnen ein paar kurze Gedanken zum neuen Jahr 2026 weitergeben.
Unser lebendiger Glaube, die standfeste Hoffnung und die unauslöschliche Liebe in uns sind unerlässliche und stärkende Segnungen des Herrn, die er in jedem seiner Kinder als Merkmal der Wiedergeburt geschenkt hat.
Sie bringen sein Licht, göttliches Leben und stärkende Kraft in unsere Herzen, damit wir in dieser Zeit helfende Orientierung, feste Zuversicht und friedvolle Geborgenheit haben. Gottes Wort zeigt uns auf, wie kostbar es ist, wenn unser Glaube auf seine Verheissungen, Bündnisse und Zusprüche ausgerichtet ist. Denn wer seine Worte bewahrt, darin wächst und sie tut, erlebt, wie die Hoffnung in Gott ruht und zum tragenden Fundament wird. Wenn dann noch die brennende Liebe und Barmherzigkeit Jesu in uns hell aufleuchtet, dann werden wir für unsere geliebten Nächsten zu einer Quelle der Erfrischung, Stärkung und Rettung.
«Aber am grössten von ihnen ist die Liebe». Diese Liebe des Herrn in uns lässt uns lieben, wo nicht geliebt wird, und Liebe verschenken, wo der Feind das Werk des Herrn zerstören will.
Danke, dass wir auch in diesem Jahr gemeinsam ein Zeichen der Liebe in unserem Umfeld setzen dürfen sowie Bedürftige in Israel weiterhin unterstützen mit unseren Gaben und Gebeten. Ja, lasst uns in der Fürbitte darum bitten, dass Israel Gottes Liebe in Jeshua, dem Erlöser, mehr und mehr kennenlernen darf. Ich wünsche uns allen Gottes reichen Segen.

Ein herzliches Schalom
rea ISRAEL
Silas Wenger, Präsident

Israel-Herbstreise vom 25.9. bis 5. / 8.10.2026. Alle Informationen HIER.



 

Neue Mitarbeiterin im Sekretariat

Gerne stelle ich mich kurz vor: Mein Name ist Gerda Hall. Ich helfe mit, Berichte für den Rundbrief zu erstellen und allgemeine Sekretariatsarbeiten zu erledigen. Ich freue mich sehr an dieser abwechslungsreichen Arbeit und auch, die Hilfsdienste und karitativen Organisationen kennenzulernen, die von rea ISRAEL unterstützt werden. Hauptsächlich bin ich in einem Gemeindesekretariat tätig.
Aufgewachsen bin ich in der Innerschweiz im Kanton Nidwalden und lebe nun schon seit 40 Jahren in Bern. Ich habe drei erwachsene Kinder und zwei Grosskinder. Familie bedeutet mir viel, und ich schätze unsere gemeinsamen Zeiten sehr. In meiner Freizeit bin ich gerne draussen. Im Sommer geniesse ich das Schwimmen im See und in der kälteren Jahreszeit das Spazieren im Wald. Auch bin ich gerne zuhause im Garten und ab und zu im Winter auf der Skipiste.




Der Mut einer Mutter und die Hoffnung eines Kindes
Hoffnung entsteht manchmal in den schwierigsten Umständen. Das zeigt die Geschichte einer Mutter mit ihrem kleinen Sohn.
David (Name geändert), ein achtjähriger Junge, hat in seinem jungen Leben bereits mehr Leid erfahren als viele Erwachsene. Seine frühen Jahre waren geprägt von Gewalt und einem schwierigen familiären Umfeld. Mutter als auch Kind sehnen sich nach Sicherheit und Frieden.
Als wir die beiden vor zwei Jahren zum ersten Mal trafen, erzählten ihre Augen die Geschichte, noch bevor Worte dies taten. Die Augen der Mutter waren müde, aber entschlossen, die des Jungen voller Verwirrung und dem Wunsch, beachtet zu werden. Das Trauma seiner frühen Erfahrungen hinterliess Spuren in seinem Herzen und seinem Geist – Unruhe, Impulsivität, Gefühlsausbrüche und schlaflose Nächte. Auch wurde ADHS bei ihm diagnostiziert. Er braucht eine sanfte Struktur, Fürsorge und die ständige Bestätigung, dass er in Sicherheit ist.
In unserer Schule hat er einen Neuanfang gefunden. Dank Geduld und engagierter Unterstützung unserer Mitarbeiter erhält er täglich Betreuung und pädagogische Hilfe. Seine Lehrerin wurde zu einer der wichtigsten Personen in seinem Leben. Sie hört ihm zu, ermutigt ihn und hilft ihm zu glauben, dass Lernen Freude machen kann. Langsam sehen wir, wie er sich verändert. Er lernt, sich zu konzentrieren, schliesst Freundschaften und beginnt sogar wieder zu lachen.
Für seine Mutter geht der Kampf jeden Tag weiter. Sie arbeitet viele Stunden, weit weg von zu Hause, um das Nötigste zu verdienen. Manchmal arbeitet sie bis spät abends. Unser Team bleibt bei dem Jungen, bis sie kommt und ihn abholt. Ihre Liebe zu ihm ist tief und unerschütterlich, auch wenn die Umstände sie bis an ihre Grenzen bringen.
Wir tun alles, was wir können, um sie mit Fürsorge zu umgeben. Unsere Mitarbeiter helfen David nicht nur beim Lernen, sondern auch im Heilungsprozess, damit Angst durch Vertrauen, Wut durch Sich-Ausdrücken und Hoffnungslosigkeit durch Mut ersetzt werden. Jeder kleine Erfolg zählt, wie z.B. die Hausaufgaben fertig machen, freundlich mit Klassenkameraden spielen oder daran denken, „Danke“ zu sagen. Diese kleinen Schritte sind Zeichen grosser Wunder. Er hat aber noch einen langen Weg vor sich. Wir können uns nicht vorstellen, wo er heute ohne diese sichere und liebevolle Gemeinschaft wäre.
Die Mutter kann sich die Schulgebühren nicht leisten. Deshalb bedeuten eure Gebete und eure Unterstützung so viel. Jeder Beitrag, jedes Wort der Ermutigung, jede Geste der Grosszügigkeit macht Geschichten wie diese möglich.
Dank der Partnerschaft mit rea ISRAEL hat dieser Junge eine Chance, sich nicht von seiner Vergangenheit bestimmen zu lassen, sondern zu einem jungen Mann heranzuwachsen, der weiss, dass er geliebt und geschätzt wird und zu Grossem fähig ist. Auch seine Mutter findet Kraft im Wissen, dass sie nicht allein ist. Gemeinsam bauen wir etwas auf, das stärker ist als Schmerz: Hoffnung.

Gaben für Makor HaTikvah, messianische Schule in Jerusalem, leiten wir zu 100 % weiter.


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Rückblick auf 2025 und Vorschau auf 2026
Wir haben im Jahr 2025 unglaublich hart an unserer erweiterten Mission gearbeitet. Den grössten Teil des Jahres konzentrierten wir uns auf die Kriegskrise. Seit dem Waffenstillstand Mitte Oktober hegen wir grosse Träume für das kommende Jahr: Die Unterstützung derer, die mit Ernährungsunsicherheit konfrontiert sind oder an Traumata leiden. Wie schon im Jahr vorher, haben wir dieses Jahr ca. über 1‘000‘000 Mahlzeiten bereitgestellt!
Wir sind sehr dankbar für die Verbindung, die zwischen rea ISRAEL und Meir Panim besteht. Ihre jahrelange treue Unterstützung ermöglicht es uns, uns täglich um bedürftige Menschen zu kümmern, den Kreislauf ihrer Armut zu durchbrechen und ihnen zu helfen, wieder auf die Beine zu kommen.
Unser Dank geht an Silas und die gesamte Familie Wenger, doch in besonderem Masse an die vielen Freunde und Spender von rea ISRAEL. Denn sie sind es, die es uns ermöglichen, diese Arbeit zu leisten.

Dank Ihrer Mithilfe konnte Meir Panim über die Feiertage folgende Mittel bereitstellen:

· 30’000 Vorratskisten, gefüllt mit Äpfeln, Honig, Challah und wichtigen Lebensmitteln
· 2 Millionen Schekel in Prepaid-Lebensmittelkarten, damit Bedürftige in Würde einkaufen können
· 25’000 Festtagsmahlzeiten und Pakete mit Pflegeprodukten, die persönlich an ältere Menschen, darunter auch an Holocaust-Überlebende, geliefert wurden.

Erfahrungsberichte einiger unserer Gäste

Miriam, 95, Holocaust-Überlebende: Nach Yom Kippur konnte ich mein Fasten mit einem vollen Teller brechen: Suppe, Fisch und warme Challah.
Letztes Jahr hatte ich nichts ausser Tee. Doch dieses Jahr kamen die Freiwilligen von Meir Panim direkt zu meiner Tür. So setzte ich mich hin, sprach das Tischgebet und fühlte mich seit langer Zeit wieder als Teil meines Volkes Israel.
Natan, 34, Neuzuwanderer: Wir sind diesen Sommer von Frankreich nach Israel gezogen, um unseren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Nach unserer Ankunft versorgte uns Meir Panim mit Mahlzeiten und einer Tüte voller Lebensmittel. Das war ein herzlicher Empfang, und wir wussten, dass wir zu Hause waren!
Tehila, 29, Sderot: Mein Mann war im letzten Jahr mehr Tage im Reservedienst als zu Hause. Die Mahlzeiten, die Meir Panim jeden Mittwochabend liefert, sind für mich und unsere Kinder eine Wohltat. Es ist der einzige Abend in der Woche, an dem ich mich entspannen und mich um andere Dinge im Haushalt kümmern kann. Auch meine Kinder sind berührt, dass andere Leute an uns denken und uns unterstützen.
Omer, 54, Or Akiva: Der Krieg hat meine Finanzen als Reiseleiter stark belastet. Es gibt einfach nicht genug Besucher, um mein kleines Unternehmen über Wasser zu halten. Wenn ich jede Woche zu Meir Panim komme, um eine Tüte mit frischen Produkten und Lebensmitteln zu holen, kann ich die Lücke vorerst überbrücken. Ich weiss nicht, was ich ohne diese Hilfe tun würde.

Gaben für Meir Panim leiten wir zu 100 % weiter.


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Story Time in der Wüste Israels
Israelis lieben es, zu Besuch zu gehen, Menschen kennenzulernen, etwas Feines zu essen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Wüstenort Zukim ist jedoch nicht viel los. Darum plant Rachel, in ihrem zweiten Zuhause im Süden Israels regelmässige Story Time-Treffen durchzuführen und dazu so viele wie möglich einzuladen.
Als an Jesus gläubige Jüdin möchte Rachel auf die Lebensfragen der Leute eingehen. Dazu will sie die Bibel sprechen lassen. Viele Juden meinen, wer an Jeshua glaube, könne nicht mehr jüdisch sein. Darum wird Rachel oft gefragt, ob sie denn nun katholisch sei. Anhand der Bibel zeigt Rachel den Gästen, dass es sich nicht um Religion handelt, sondern um eine Herzensverbindung zum lebendigen Gott Israels, zu Jeshua. Dabei erzählt sie aus ihrem Leben mit Jesus. Fragen und Gespräche entstehen. Da solche Anlässe viel Arbeit geben, helfen ein paar Gläubige aus Zukim mit.  
Im November hatten Rachel und Gilad sechzig Israelis zu einem „Festival“ in ihrem Haus und Garten in En Kerem, Nähe Jerusalem, eingeladen. Eine Gruppe kanadischer Indianer nahm auch daran teil. Diese waren wiedergeborene christliche Musiker auf einer Tournee durch Israel. Sie tanzten und musizierten und bezeugten ihre Liebe zum Gott Israels und zum jüdischen Volk. Die Gäste waren zutiefst berührt zu hören, dass es Christen gibt, die an den Gott Israels glauben und das jüdische Volk lieben – Menschen aus den Nationen, die ihre frühere Religion verliessen und sagen: Euer Gott ist unser Gott!

Die Indianer erzählten die Geschichte der Vertreibung ihres Volkes aus dem eigenen Land und dass sie dadurch sehr mitfühlen können, wie es den Israelis im Kampf ums Land und in all dem Terror ergeht. Ebenfalls erzählten sie, dass sie Geld für die beim Massaker verwüsteten Kibbuzim sammelten. Das rührte einige Israelis zu Tränen.
Noch Tage nach diesem Festival erhielt Rachel begeisterte Echos per Telefon und SMS. Es ist ihr wichtig, dass auch in Zukunft israelische Menschen Gläubige aus den Nationen treffen und deren Liebe zum Gott Israels und zum Land hören und spüren. Dadurch sollen die Juden „zur Eifersucht gereizt“ werden und sich ebenfalls nach ihrem Messias ausstrecken (Röm. 11,11).

Gaben für Beit Netanel – Dienst von Rachel und Gilad Netanel leiten wir zu 100 % weiter.


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Rachel Denzig vom Kibbuz Nir Oz
Wir hatten Rachel in unserer Nachbarschaft in Benjamina kennen gelernt. Am 7. Oktober waren Hamas-Terroristen in ihr Haus eingedrungen mit der Absicht, sie zu entführen oder zu ermorden. Über jenes Wochenende waren zwei ihrer Enkelinnen bei ihr. Sie flüchteten in den Schutzraum, und Rachel hielt mit aller Kraft die Tür zu, während sich die Kinder unter dem Bett versteckten. Acht Stunden lang verharrten sie in dieser Stellung, während die Terroristen versuchten, die Türe zu öffnen oder aufzubrechen, was ihnen durch ein göttliches Wunder nicht gelang. Daraufhin zerstörten sie die ganze Wohnung, bevor sie weiterzogen. Rachels 80-jähriger Mann, Alex Denzig, der sich im Haus gegenüber befand, wurde nach Gaza entführt und dort umgebracht. Ebenso ihr Bruder Itzik Algarat. Ihre Leichen sind mittlerweile in Israel zurück und wurden beerdigt. Beim Anschlag hatte Nir Oz die Hälfte seiner Bewohner verloren.
Rachel und ihr Hund Billi mit einer jungen Mutter der Beth-El-Gemeinschaft.
Hund Billi. Und nun kommt noch die Geschichte, die in ganz Israel bekannt wurde: Von Rachels süssem Hund Billi. Normalerweise machten die Terroristen kurzen Prozess mit Hunden und erschossen sie, doch den kleinen Billi nahmen sie mit. Nach eineinhalb Jahren schloss sich Billi den israelischen Soldaten in Rafiach an. Vermutlich kam ihm ihre hebräische Sprache bekannt und vertraut vor. Der Offizier sagte zwar zu seinen Soldaten, sie hätten keine Zeit für den Hund, doch einer brachte es nicht übers Herz, ihn in Gaza zurückzulassen. So kehrte Billi wieder heim zu Rachel, was in allem Leid viel Freude auslöste.
Heute wohnt Rachel mit ihrer Tochter Li und deren Familie in unserer Nachbarschaft. Lis Haus war vollständig abgebrannt. Sie und ihre Kinder hatten im letzten Augenblick fliehen können.
Wir besuchen sie oft und umgeben sie und ihre Familie mit viel Liebe, was sie sehr schätzen. Kürzlich luden wir die ganze Familie zu selbstgemachter Pizza in unseren Garten ein. Es war ein schöner Abend mit herzlicher Gemeinschaft. Bitte betet für Rachel und ihre Familie, dass sie von den tiefen Wunden ihrer schrecklichen Erlebnisse geheilt werden.

Gaben für den Hilfsdienst Amutha Beth-El leiten wir zu 100 % weiter.


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Mit Gaben von rea ISRAEL geholfen
Hier erzählt uns Rahel Ackermann, welchen Neueinwanderern in den letzten Monaten mit Gaben von rea ISRAEL geholfen werden konnte.

Sukkot (Laubhüttenfest)

Das Sukkotfest feierten wir im Garten unseres Hauses mit den Olim, die gerade bei uns sind, mit ehemaligen Olim und einigen nahestehenden Gästen. Es war eine grossartige Gelegenheit des Austausches, Mitteilens, Mitfreuens, Mitleidens und der persönlichen Begegnungen. Bei diesen Anlässen freuen wir uns immer sehr, wenn sich neu Angekommene mit den schon länger in Israel Lebenden über ihre Erfahrungen, Fragen und das Leben unterhalten und austauschen können. Mit einem feinen Essen konnten wir unsere Gäste erfreuen und einen schönen Abend erleben.

Sabbatbeginn

Das Feiern des Sabbatvorabends dient dem Heimatgefühl der neu Hinzugezogenen.
Auch das Feiern am Vorabend des Sabbats ist immer wieder eine wunderbare Gelegenheit, Neueinwanderern ein Gefühl von Heimat und Zugehörigkeit zu geben.

Raisa
Raisa hatten wir vor dem Einzug in ihre Wohnung bei der Reinigung und einigen Renovierungsarbeiten geholfen. Sie erhält nur eine kleine Rente aus Kanada und ist finanziell immer wieder sehr herausgefordert. Kürzlich bat sie uns um Hilfe für die Bezahlung ihrer Wohnungsmiete. Wir haben ihrer Bitte entsprochen. Als sie uns nach einiger Zeit das Geld zurückbringen wollte, hatten wir es auf dem Herzen, es ihr zu schenken. Gleichzeitig konnten wir sie beraten, wie sie mit praktischen Schritten mehr Geld einsparen kann. Unser Anliegen ist, nachhaltig zu helfen und nicht nur Anlaufstelle für Finanzhilfe zu sein.

Ein Gartenhäuschen für Alla

Sohn, Mutter und Alla vor dem praktischen Gartenhäuschen.
Alla machte schon vor längerer Zeit mit ihrem Sohn und ihrer Mutter Aliyah. Wir unterstützten sie mit einem Klimagerät und einem Fahrrad für den Sohn. Durch entsprechende Umstände bezog sie vor einigen Monaten eine Sozialwohnung. Sie bat uns um Hilfe bei der Beschaffung eines Gartenhauses, in dem sie die Fahrräder und andere Sachen unterbringen kann, weil ihr der Lagerraum fehlt. Sobald die Voraussetzungen für das Aufstellen gegeben waren, kauften wir das für sie so notwendige Gartenhaus.

Shirels schwieriger Start in Israel

Die Aliyah von Shirel aus Paraguay war von Anfang an sehr schwierig. Durch unglückliche Umstände entstanden Fehler im System, weswegen sie nicht alle ihre Rechte als Neueinwanderin bekam. Weil sie bei uns im Haus war, halfen wir ihr bei den Behördengängen mit Besuchen auf den Ämtern sowie bei Telefonaten und standen ihr auch emotional zur Seite. Sie kämpfte sich durch und bekam ihre Papiere.
Kurz danach erfuhr sie, dass ihre Mutter unter einem aggressiven Krebs litt. Sie sollte dringend behandelt werden. So musste Shirel sich schnellstmöglich eine Arbeit suchen, ohne vorher die Sprache zu erlernen, um die Behandlung ihrer Mutter finanziell mit zu unterstützen und um ihre Mutter in Paraguay zu besuchen und bei der Pflege zu helfen.

Shirel mit ihren Eltern in Paraguay.
Als sie nach Israel zurückkam, erfuhr sie, dass sie ihre Arbeitsstelle verloren hatte. Erneut begab sie sich auf Arbeitssuche und erhielt einen guten Job in Jerusalem in Aussicht, worauf sie sich sehr freute. Doch wieder kam es anders. Bevor sie die Arbeit beginnen konnte, erlitt ihr Vater einen Schlaganfall. Sie war verzweifelt und suchte nach einer Möglichkeit, einen Kredit aufzunehmen, um wieder einen Flug nach Paraguay zu finanzieren und ihren Vater zu sehen und gleichzeitig auch ihre Mutter zu unterstützen.
Sie möchte unbedingt in Israel leben. Es ist ihr neues Zuhause, auch wenn sich Schwierigkeiten in den Weg stellen. Und dafür schlägt auch unser Herz, zu helfen, wo Not ist. Wir entschieden uns, einen Teil des Tickets zu übernehmen, damit sie auch den Rückflug bezahlen kann.
Diesen wunderbaren Menschen konnten wir dank treuen Spendern von rea ISRAEL in ihrer meist nicht einfachen Anfangszeit behilflich sein.

Gaben für Integrationshilfe für Juden in Israel werden zu 100 % weitergeleitet.


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Ten Kavod – Alterspflege und Fürsorge
Die Motorrad-Ambulanz United Hatzalah punktet mit ihren blitzschnellen Einsätzen auf Israels Strassen. Doch die Organisation verfügt noch über einen weiteren Zweig, bei dem es gemütlicher zu und her geht, der jedoch genauso wertvoll ist.

Das Programm Ten Kavod ist einzigartig in seinem ehrenamtlichen Ansatz. Es bietet Holocaust-Überlebenden und anderen älteren Menschen in Israel, die allein leben, eine kostenlose, zuverlässige und ganzheitliche medizinische und soziale Versorgung. Durch wöchentliche Gesundheitsbesuche von geschulten Freiwilligen sichert das Ten Kavod-Programm die Gesundheit der alternden Bevölkerung Israels.

Die Herausforderung: Unzureichende Unterstützung für Israels ältere Menschen
Jahr für Jahr stellt der Jahresbericht des israelischen Staatsrechnungshofs fest, dass die Sozialämter der Gemeinden unter der Last des Personalmangels und der Vielzahl an Fällen zusammenbrechen. Jeder Gemeinde-Sozialarbeiter ist für Hunderte von Fällen zuständig, was zu unzureichender Unterstützung, Hilfe und Betreuung der gefährdeten, alleinlebenden älteren Bevölkerung Israels führt. Obwohl das Wohnen im gewohnten Umfeld deutlich günstiger ist als die stationäre Pflege, führt der chronische Mangel an angemessenen sozialen Dienstleistungen in Israel häufig zu einer Verschlechterung des körperlichen und geistigen Zustands älterer Menschen, häufigen Krankenhausaufenthalten und schliesslich zum Tod.

Leider ist dieses Phänomen den Sanitätern von United Hatzalah nur allzu vertraut. Sie werden oft zu alleinlebenden älteren Menschen gerufen, die an schwerer Mangelernährung, Dehydrierung oder körperlichen Beschwerden aufgrund langjähriger Vernachlässigung leiden. Viel zu oft werden unsere Freiwilligen von besorgten Nachbarn alarmiert und finden den Patienten vor, der Tage zuvor gestürzt ist oder einen Herzinfarkt erlitten hat und nun allein auf Hilfe wartet oder, noch schlimmer, bereits tot ist ...

Pflege mit Würde
United Hatzalah rief im Jahr 2012 das Programm „Ten Kavod“ ins Leben, nachdem unsere ehrenamtlichen Sanitäter zahlreiche Fälle von Vernachlässigung älterer Menschen gemeldet hatten. Ziel des Programms ist es, gefährdeten Holocaust-Überlebenden und anderen alleinlebenden Senioren in Israel ein Sicherheitsnetz zu bieten. Durch wöchentliche Hausbesuche geschulter Freiwilliger gewährleistet das Programm kostenlose medizinische Betreuung und die Deckung des täglichen Bedarfs von über 700 schutzbedürftigen älteren Bürgern Israels. Die Besuche tragen ausserdem zur Verbesserung des psychischen und emotionalen Wohlbefindens der Senioren bei, indem sie Einsamkeit lindern.
Unsere Freiwilligen absolvieren einen 60-stündigen Schulungskurs, um medizinische Probleme zu erkennen und wöchentliche Vitalzeichenkontrollen durchzuführen wie Temperatur, Blutdruck, Sauerstoffsättigung usw. Dies ist besonders wichtig für ältere Menschen, da sie anfällig für lebensbedrohliche Erkrankungen sind, die durch medizinische Vernachlässigung verursacht werden.
Unsere Freiwilligen berichten über den Zustand der Senioren mithilfe der eigens entwickelten Smartphone-App des Projekts. Die Daten werden täglich von unserem medizinischen Fachpersonal ausgewertet, das bei Bedarf eine Überweisung an den behandelnden Arzt veranlasst. Laufend nehmen Freiwillige an Auffrischungsschulungen teil, um sicherzustellen, dass ihre Kenntnisse stets auf dem neuesten Stand sind und sie frühzeitig Anzeichen einer Verschlechterung erkennen können.

Auswirkung und Wachstum

Der Erfolg des Projekts Ten Kavod hat zu einer stetig steigenden Nachfrage nach unserem Angebot geführt. In den letzten zwei Jahren ist unsere Nutzerbasis um mehr als 70 % gewachsen; wir haben über 400 zusätzliche Freiwillige gewonnen und das erfolgreiche Modell auf 127 Stadtteile im ganzen Land ausgeweitet – darunter Jerusalem, Tel Aviv, Eilat, Herzlia und Aschkelon.
Die Freiwilligen von Ten Kavod bauen oft enge Beziehungen zu den älteren Teilnehmern auf und feiern gemeinsam wichtige Ereignisse wie Geburtstage und andere besondere Anlässe. Die wöchentlichen Besuche bieten dieser schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppe einen wichtigen emotionalen Halt, und beide, Freiwillige wie Senioren, profitieren von den entstehenden generationsübergreifenden Verbindungen. Viele engagieren sich weit über das übliche Mass hinaus und betrachten ihre Senioren wie Familienmitglieder.

United Hatzalah arbeitet mit lokalen Wohlfahrts- und Altenpflegeorganisationen zusammen, die den einzigartigen Beitrag von Ten Kavod zur Patientenversorgung anerkennen und immer mehr ältere Menschen an das Programm vermitteln. Ebenso erhalten wir Empfehlungen von besorgten Nachbarn oder weit entfernt wohnenden Verwandten.
Dieser wertvolle Dienst an Israels betagten Senioren kann vor allem dank Spenden ausgeführt werden.

Gaben für Ten Kavod (Zweig von United Hatzalah) leiten wir zu 100 % weiter.


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Die Welt im Taumelbecher der Endzeit
Von Daniel Ahav, Pastor der Pniel-Gemeinde in Tiberias, Israel

In Israel zu leben und die biblischen Prophetien zu lesen, ist für mich etwas absolut Erstaunliches. Wir sind ständig in Bewegung, schreiten voran und erleben die Erfüllung von Gottes prophetischem Wort.
„Ausspruch, Wort des HERRN über Israel. Es spricht der HERR, der den Himmel ausspannt und die Grundmauern der Erde legt und den Geist des Menschen in seinem Inneren bildet: Siehe, ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale für alle Völker ringsum. Und auch über Juda: Es wird in Bedrängnis geraten, zusammen mit Jerusalem. Und es wird geschehen an jenem Tag, da mache ich Jerusalem zu einem Stemmstein für alle Völker: alle, die ihn hochnehmen wollen, werden sich wund reissen. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen es versammeln“ (Sach. 12,1-3).
„Warum toben die Nationen und sinnen Eitles die Völkerschaften? Es treten auf Könige der Erde, und Fürsten tun sich zusammen gegen den HERRN und seinen Gesalbten: ›Lasst uns zerreissen ihre Bande und von uns werfen ihre Stricke!‹ Der im Himmel thront, lacht, der Herr spottet über sie“. (Ps. 2,1-4).
Während ich diese Zeilen schreibe, hören wir, dass die Nationen ihre Hand gegen Israel erheben. Kanada, Frankreich, England, Australien, Portugal und andere Länder, sie alle haben Palästina anerkannt und stimmen dafür, einen palästinensischen Staat in Judäa und Samaria zu errichten, mitten im Herzen, im Kernland des biblischen Israel. Sie haben sich bewusst dafür entschieden, die Tatsache zu ignorieren, dass alle Gruppierungen der palästinensischen Araber, Hamas, PLO, der Islamische Dschihad und viele andere, an Terrorakten beteiligt sind mit dem Ziel, jüdische Zivilisten zu töten, und dass sie sich dem verschrieben haben, was sie „Dschihad“ nennen, den islamischen „heiligen Krieg“ mit dem Ziel der völligen Zerstörung Israels.
Die Nationen, die versuchen, Israel diese Agenda aufzuzwingen, ignorieren bewusst die schlichte Tatsache, dass muslimische Araber nicht daran interessiert sind, in einem Staat Seite an Seite mit Israel zu leben. Ihr Endziel ist es, Israel vollständig auszulöschen, und sie beanspruchen Israels gesamtes Land als muslimisches Territorium mit Jerusalem und dem Tempelberg als Besitz für ihren islamischen Gott. Es ist ein schwerer Fehler, die Denkweise des Islams zu ignorieren. Der Islam erlaubt, Frieden mit seinen Feinden zu schliessen, solange die Muslime zu schwach sind, um ihre Feinde zu besiegen. Sobald sie jedoch stark genug sind, werden sie sie angreifen, töten und vernichten. Genau das tat zu seiner Zeit Mohammed, als er nicht über die nötige militärische Stärke verfügte, um seine Feinde zu überwältigen. Mit der Stadt Mekka, die ihm damals feindlich gegenüberstand, schloss er einen für zehn Jahre geltenden Waffenstillstand. Dieses Abkommen wurde „Vertrag von Hudaybiyah“ genannt. Doch drei Jahre später, als er seine militärische Stärke wiedererlangt hatte, griff er Mekka an und eroberte die Stadt.
„Hudaybiyah“ ist zu einem Konzept in der islamischen Welt geworden. Bei mehreren Gelegenheiten erklärte Arafat, dass die Oslo-Abkommen, die er mit Israel geschlossen hatte, „Hudaybiyah-Abkommen“ seien. Das heisst, er hatte sein wahres Ziel der „Befreiung Palästinas“ niemals aufgegeben.
In Joel 4,1-2 erklärt Gott in aller Deutlichkeit, dass Er die Nationen richten wird, weil sie das Land geteilt haben, das Er Israel zum Erbe gegeben hat. Die Türkei, NATO-Mitglied und mit ihrer Armee in Syrien präsent, behauptet, sie habe Anspruch auf das Land Israel, da es 400 Jahre unter ihrer Herrschaft gestanden hat. Sie wollen auch Jerusalem und den Tempelberg ‘befreien’. Das gleiche Ziel hat der Iran, und im Grunde haben es alle Muslime weltweit, auch die, die durch die Städte Europas marschieren und „Free Palestine!“ und „From the River to the Sea - Palestine will be free!“ skandieren. Das heisst, für den Staat Israel ist kein Platz. Die bösen und ignoranten Politiker, die diese Agenda unterstützen, ignorieren die öffentlichen Erklärungen dieser Muslime, die offen und unverhohlen verkünden, dass sie nicht nur Israel, sondern auch die USA zerstören und alle Länder des Westens erobern wollen. Das entspricht der Vision des Islams, die ganze Welt zu unterwerfen. Durch hohe Zuwanderungszahlen und Geburtenraten haben sie schon heute sehr viel Macht bekommen. Der Westen ist in grosser Gefahr, aber wegen seiner "political correctness" und seiner sehr liberalen Politik schläft er und bleibt stumm.
Die Gründung eines palästinensischen Staates an Israels Grenze ist, als würde man einer Person, die neben einem steht und offen ankündigt, sie wolle dich umbringen, eine Pistole in die Hand drücken. Das ist Selbstmord! Israel hat das bereits versucht, als es den Palästinensern den gesamten Gazastreifen überliess. Es gab keine israelische Präsenz mehr, und die Palästinenser konnten im Gazastreifen tun und lassen, was sie wollten. Und was geschah? Sie machten daraus ein Land des Terrors, beschossen Israel jahrelang mit Tausenden von Raketen und machten den Israelis das Leben für viele Jahre unerträglich.
Und dann verübten sie den grauenvollen 7. Oktober. Vor einigen Wochen wurde in Samaria ein verstecktes Raketenlager gefunden. Es sei daran erinnert, dass zu Gottes Verheissung an Abraham in 1. Mo. 12,1-3 auch Seine klare Feststellung gehört, dass alle, die das Volk verfluchen, das nach Seiner Verheissung aus Abraham hervorgegangen ist – nämlich Israel –, selbst verflucht sein werden. Dieses Versprechen und dieser Segen Gottes wurden danach für Isaak erneuert (1. Mose 26,3-5), für Jakob (1. Mose 27,29) und für das ganze Volk Israel (4. Mose 24,9).
Jakob wurde gesagt: „Völker sollen dir dienen und Völkerschaften sich vor dir niederbeugen! Sei Herr über deine Brüder, und vor dir sollen sich niederbeugen die Söhne deiner Mutter! Die dir fluchen, seien verflucht, und die dich segnen, seien gesegnet!“ (1. Mose,27,29)
Und dem Volk Israel: „Wie schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnungen, Israel! (…) Die dich segnen, sind gesegnet, und die dich verfluchen, sind verflucht! (4. Mose 24,5+9)
Die Nationen, die heute gegen Israel stimmen, begehen eine sehr schwere Sünde. Es macht mich sehr traurig zu sehen, wie sie dadurch dem Fluch über ihre Nationen Tür und Tor öffnen! Ich möchte unsere Freunde ermutigen: Bitte betet, dass eure Regierungen die richtige Entscheidung treffen! Ich möchte euch, unseren lieben Brüdern und Schwestern, von Herzen danken, dass ihr für Israel betet und dass ihr offen und mutig Stellung bezieht in dieser Zeit der Prüfung.
Diese Realität, die sich jetzt vor unseren Augen entfaltet, wird bald offen in den Krieg des Gog von Magog münden. Gott wird zulassen, dass Satan diese Feinde gegen Israel führt, und zwar, damit sie auf unseren Bergen vernichtet werden, siehe Hesekiel, Kapitel 38 und 39. Das wird ein grosser Sieg sein, der dem Namen des Herrn Ehre machen wird. Wir leben in aussergewöhnlichen Zeiten! Lasst uns nahe beim Herrn sein und uns mit Gottes Wort eins machen, mit Gottes Absichten und mit Gottes Plan, und uns hüten vor den Lügen des Feindes, der weltweit eifrig am Werk ist und die Medien benutzt, um so viele wie möglich zu verführen. Erhebt eure Augen zum Herrn und seid bereit für den Tag Seiner Wiederkunft!

Der folgende QR-Code führt zu einer fünfteiligen Lehrserie mit Daniel Yahav.




Es gibt etwas an Israel, das den Menschen unangenehm ist
Allister Heath OBE, Redakteur, Sunday Telegraph (London), erschienen in «Haschiwah – die Rückkehr»

Es gibt etwas an Israel, das den Menschen unangenehm ist, und es ist nicht das, was sie sagen. Sie werden auf Politik, Siedlungen, Grenzen und Kriege verweisen. Aber wenn man unter die Empörung schaut, findet man etwas Tieferes. Ein Unbehagen nicht darüber, was Israel tut, sondern darüber, was Israel ist. Eine so kleine Nation sollte nicht so stark sein. Punkt. Israel hat keine besonderen Bodenschätze. Eine Bevölkerung, die kaum so gross ist wie eine mittelgrosse amerikanische Stadt. Sie sind von Feinden umgeben. In den Vereinten Nationen verhasst. Zielscheibe von Terror. Verurteilt von Prominenten. Boykottiert, verleumdet und angegriffen. Und trotzdem gedeihen sie, als gäbe es keinen Morgen. Im Militär. In der Medizin. In der Sicherheit. In der Technologie. In der Landwirtschaft. Im Geheimdienst. In der Moral. In schier unbeugsamem Willen. Sie verwandeln Wüste in Agrarland. Sie machen Wasser aus Luft. Sie fangen Raketen mitten in der Luft ab. Sie retten Geiseln vor den Augen der schlimmsten Regimes der Welt. Sie überleben Kriege, die sie eigentlich vernichten sollten, und gewinnen. Die Welt sieht zu und kann es nicht begreifen. Also tut sie, was Menschen tun, wenn sie Zeuge einer Stärke werden, die sie nicht verstehen können. Sie nimmt an, dass es Betrug sein muss. Es muss amerikanische Hilfe sein. Es muss ausländische Lobbyarbeit sein. Es muss Unterdrückung sein. Es muss Diebstahl sein. Es muss eine finstere Machenschaft sein, die den Juden diese Macht verleiht. Es muss Erpressung sein. Denn Gott bewahre, dass es etwas anderes ist. Gott bewahre, dass es real ist. Gott bewahre, dass es verdient ist. Oder schlimmer noch, vorherbestimmt. Das jüdische Volk sollte schon vor langer, langer Zeit verschwinden. So sollte die Geschichte der verbannten, versklavten und verhassten Minderheiten enden. Aber die Juden verschwanden nicht. Sie kamen tatsächlich nach Hause, bauten ihr Land wieder auf, belebten ihre Sprache wieder und erweckten ihre Verstorbenen zum Leben – in Gedanken, Identität und Stärke. Das ist nicht normal. Es ist nicht politisch. Es ist biblisch. Es gibt keinen Cheat-Code (Schummelcode), der erklärt, wie eine Gruppe von Menschen nach 2000 Jahren in ihre Heimat zurückkehrt. Es gibt keinen rationalen Weg von den Gaskammern hin zu globalem Einfluss. Und es gibt keinen historischen Präzedenzfall dafür, die Babylonier, die Römer, die Kreuzritter, die Inquisition, die Pogrome und den Holocaust zu überleben und dennoch am Montag in Tel Aviv zur Arbeit zu erscheinen. Israel ergibt keinen Sinn. Es sei denn, man glaubt an etwas jenseits von Mathematik. Das ist es, was die Welt verrückt macht. Denn wenn Israel real ist, wenn diese unwahrscheinliche, uralte, verhasste Nation immer noch auserwählt, beschützt und gedeihend ist, dann ist Gott vielleicht doch kein Mythos. Vielleicht ist er immer noch Teil der Geschichte. Vielleicht ist die Geschichte kein Zufall. Vielleicht hat das Böse nicht das letzte Wort. Vielleicht sind die Juden nicht nur ein Volk – sondern ein Zeugnis. Das kann man nicht ertragen. Denn sobald man zugibt, dass Israels Überleben nicht nur beeindruckend, sondern göttlich ist, ändert das alles. Der eigene moralische Kompass muss neu ausgerichtet werden. Die eigenen Annahmen über Geschichte, Macht und Gerechtigkeit brechen zusammen. Man wird sich bewusst, dass man nicht das Ende eines Imperiums erlebt. Man ist Zeuge des Beginns von etwas Ewigem. Daher leugnen sie es. Sie verleumden es. Und wüten dagegen. Weil es einfacher ist, ein Wunder als «Betrug» zu bezeichnen, als sich der Möglichkeit zu stellen, dass Gott seine Versprechen hält. Und ER hält sie immer noch.