Rundbrief Nr. 251 – Juli 2026
Liebe Rundbriefleserin, lieber Rundbriefleser

Es ist eine herrliche Morgendämmerung. Die Vögel des Waldes zwitschern bereits ihr Lob in den Tag hinein und verkünden die Güte des Herrn. Die feinen Glöckchen der weidenden Schafe stimmen mit ein, und die Kühle des beginnenden Tages erinnert mich an das tiefe, innige Verlangen Gottes, mit und bei uns Menschen zu sein, wie er es einst täglich im Garten Eden mit Adam und Eva tat.

In dieser Stimmung, wo ein neuer Tag erwacht, lese ich die Worte von Jesaja über das überaus grosse zukünftige Freudenfest. Der Herr der Heerscharen selbst wird allen Völkern der Erde ein festliches Mahl mit bestem Wein bereiten und dabei den Heidenvölkern die Decke von ihren Augen entfernen.

Was wird dies für ein Tag sein, wenn der Gott Israels, der Gott der Bündnisse, ja, der Ewige und Allmächtige, selbst den fernsten und verfeindetsten Nationen die Hülle der Verblendung wegnehmen wird!

Jesaja weissagt (Kap. 25,6-9, LUT): Und er wird auf diesem Berg (Zion) die Hülle wegnehmen, mit der alle Völker verhüllt sind, und die Decke, mit der alle Heiden zugedeckt sind. Er wird den Tod verschlingen auf ewig. Und Gott der Herr wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben die Schmach seines Volkes in allen Ländern, denn der Herr hat`s gesagt. Wie herrlich ist es doch, dass sogar die Reaktion der Sehenden und Ergriffenen festgehalten wird: Zu der Zeit wird man sagen: «Siehe [wahrlich], das ist unser Gott, auf den wir hofften, dass er uns helfe. Das ist der HERR, auf den wir hofften, lasst uns jubeln und fröhlich sein über sein Heil [Erlösung]!»

Mit diesen Worten möchte ich Sie herzlich segnen und ermutigen. Unser Herr ist gut. Er, Jesus Christus, bleibt der Gleiche, gestern, heute und in Ewigkeit. (Hebr. 13.8)

Herzlichen Dank für Ihre getreuliche Verbundenheit mit Israel im Gebet und in der anhaltenden Unterstützung.

Allgemeine Gaben an rea ISRAEL
Wo am nötigsten!


Mit einem herzlichen Shlaom,
rea ISRAEL
Silas Wenger, Präsident

 

Israel-Herbstreise vom 25.9. bis 5. / 8.10.2026. Alle Informationen HIER.





Herzversagen während der Hochzeit
Endlich kam sein schönster Tag. Mit 34 Jahren heiratete er seine grosse Liebe. Doch genau an diesem Tag erlitt er einen plötzlichen Herzstillstand.

Als Gast war auch der ehrenamtliche Rettungssanitäter Ben Sinai von United Hatzalah anwesend. Sofort begann er mit der Reanimation, unterstützt von zwei weiteren anwesenden ehrenamtlichen Rettungssanitätern. Mithilfe eines Defibrillators aus dem Saal führten sie lebensrettende Massnahmen durch, bis der Rettungsdienst eintraf. Der Bräutigam wurde in ernstem, aber stabilem Zustand ins Krankenhaus gebracht und erlangte später das Bewusstsein wieder. Dort sagte er aus tiefstem Herzen zu seiner jungen Frau: „Ich liebe dich!“

Dieser Vorfall zeigt die Bedeutung der gemeinschaftlichen Notfallhilfe. Die Freiwilligen von United Hatzalah, die für Einsätze vor Ort geschult sind, leisten lebensrettende Hilfe.

Einsatz auf dem Weg zur Arbeit

Nach einer Nacht voller Sirenen und wiederholter Fluchten in den Luftschutzbunker fuhr Margalit, Mutter von fünf Kindern, am nächsten Morgen in ihrem Auto zur Arbeit. Unterwegs erhielt sie einen Notruf: Eine Frau in der Nähe hatte Wehen.

Margalit war die erste Sanitäterin, die eintraf. Ein sichtlich besorgter Vater führte sie zu seiner Frau, die bereits am Gebären war. Innerhalb weniger Augenblicke kam ein wunderschönes Mädchen zur Welt. Margalit kümmerte sich um das Neugeborene und untersuchte seinen Zustand in diesen kritischen ersten Minuten. Dann rief sie einen Krankenwagen, um Mutter und Kind sicher ins Krankenhaus zu fahren.

Noch voller Adrenalin von der Geburt, fuhr Margalit weiter zu ihrer Arbeit in Tel Aviv. Doch schon bald ertönten erneut Raketenalarme. Sie eilte zu einem Schutzraum. Später erfuhr sie, dass Raketen gefährlich nahe an der Strecke eingeschlagen hatten, wo sie unterwegs gewesen war.

Trotz des Krieges und der Anforderungen, die die Führung eines Haushalts mit sich bringt, während ihr Mann seinen Wehrdienst leistet, bleibt Margalit aufgrund ihres unerschütterlichen Pflichtbewusstseins weiterhin der Rettung von Menschenleben als Teil der Sandberg-Fraueneinheit von United Hatzalah verpflichtet.

Gaben für die Motorrad-Ambulanz United Hatzalah leiten wir zu 100 % weiter.


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Israel und Gott sind untrennbar miteinander verbunden
Während ich durch die Berge von Judäa nach Sderot fahre, werde ich still. Staunend schaue ich mich um und denke: Was für ein wunderschönes Land! SEIN Land! Israel entscheidet sich für das Leben – warum dieser Hass?

Israel – ein kleiner Punkt auf der Landkarte, umgeben von feindlichen Völkern – und doch existiert es immer noch. Schon in Psalm 2 heisst es: „Warum toben die Heidenvölker und sinnen auf Sinnloses?“ Gott im Himmel lacht. Und irgendwie kann ich das auch verstehen. Vergessen wir nicht: Der Kampf richtet sich letztendlich gegen den Gott Israels. Israel und Gott sind untrennbar miteinander verbunden. Er ist der Beschützer Israels. Dies ist ein geistlicher Kampf. Beten wir für Israel und segnen wir es, nur dann werden wir selbst Segen empfangen.

In Richtung Sderot unterwegs bin ich mit einem befreundeten Ehepaar aus der Schweiz. Sie sitzen seit Wochen fest und warten auf einen Flug. In der Zwischenzeit reisen sie mit mir. Wie immer sind wir auf der Hut und treffen Vorkehrungen. Sobald die Sirenen losgehen, wissen wir, was zu tun ist: raus aus dem Auto, uns ein Stück weiter weg hinsetzen und die Hände auf den Kopf legen. Es fühlt sich seltsam an, als wäre es nicht real. Und doch ist das das Leben hier. Zwischen den Sirenen geht alles normal weiter.

Und schon wieder Sirenenalarm

Seit Tagen versuche ich, diesen Beitrag zu schreiben, aber es will mir einfach nicht so recht gelingen. Mir fehlt die Kraft. Die Nächte sind kurz. Die Sirenen wecken einen immer wieder auf. Das verursacht ein lähmendes Gefühl. Aber ich weiss auch: Stillstehen hilft nicht. Für mich ist es am besten, anderen zu helfen. Also mache ich mich wieder auf den Weg …

Aber heute ist Bürotag und ich sitze am Schreibtisch. Im Hintergrund höre ich Kinder im Park spielen. Ihre Stimmen sind so unbeschwert, so frei. Und dann, plötzlich – dieses durchdringende Geräusch des Erstalarms auf dem Handy. Innerhalb weniger Minuten ist es völlig still. Jeder weiss, was er zu tun hat. Auch die Kinder eilen rasch nach Hause und in einen Schutzraum.

Haus- und weitere Besuche

Eine niederländische Holocaust-Überlebende. Als ich ihr Zimmer betrete, beginnt ihr Gesicht zu strahlen. Es ist schwer zu sagen, wie viel sie noch mitbekommt. Dann hole ich ein Brötchen mit holländischem Käse aus meiner Tasche. Ihre Augen leuchten auf. „Hmm lecker …“, sagt sie leise. Und dieser Moment – das ist alles: einen Moment geniessen, einen Moment etwas Vertrautes, einen kleinen Moment der Freude an einem Tag, der oft so leer ist. Deshalb kommen und dienen wir.

An einem weiteren Tag besuchen wir eine Gruppe von fünfzehn Schoa-Überlebenden in Jerusalem. Wir bringen ihnen Lebensmittelgutscheine für Pessach. Ich frage vorsichtig: „Traut ihr euch noch, mit dem Bus oder der Strassenbahn zu fahren?“ Ihre Antwort berührt mich: „Wir müssen raus. Ansonsten werden wir in unseren vier Wänden noch verrückt.“ Wir lachen gemeinsam. Es ist warm, schon fast gemütlich. Wir verabschieden uns. Doch bevor wir losfahren, gehen die Sirenen wieder los. Wir gehen zurück, sitzen wieder zusammen, doch diesmal im Luftschutzbunker.

Mehr als 200 Betagte und Schoa-Überlebende erhalten Lebensmittelgutscheine, Matzen und Traubensaft für das Seder-Mahl. Wir werden die Menschen unterstützen, Pessach feiern zu können. Es gehört dazu, weil es ein Auftrag Gottes ist, der von ihm gesetzten Feste zu gedenken und sie zu feiern (3. Mose 23). Gerade auch jetzt. Besorgte Gesichter, aber dankbare Augen. Und gleichzeitig weiss man: Morgen kann schon wieder alles anders sein.

Besuch bei einer Familie: Sie sitzen mir gegenüber, sichtlich erschöpft. „Wie sollen wir das nur schaffen?“ „Ich habe so viel zu tun“, sagt er, „aber mir fehlt einfach die Kraft." Das kenne ich nur zu gut. Sie haben fünf studierende Kinder. Alle Kinder sind wegen des Krieges zu Hause. Sie betreiben ein B&B ohne Gäste. Die Kosten laufen weiter. Wie soll man das überstehen? Wir beschliessen, auch dieser Familie zu helfen. Drei der fünf Kinder erhalten über Yad L’Ami eine Studienbeihilfe.

Yoël ist ein 90-jähriger Holocaust-Überlebender, Dichter und Übersetzer aus Warschau. Vor etwa zehn Jahren zog er nach Be’er Scheva, um in der Nähe seiner Tochter und ihrer Familie zu leben. Letzte Woche ging sein Pfleger kurz einkaufen. In diesem Moment ging die Sirene los. Kurz darauf schlug eine Rakete ein. Seine gesamte Wohnung wurde zerstört.

Jemand konnte dann die Tür aufbrechen und Yoel in seinem Rollstuhl nach draussen bringen. Seine Tochter fand ihn dort, verwirrt, panisch, als würde ihn seine Vergangenheit wieder einholen. Sein Gehör hat sich durch die Explosion weiter verschlechtert. Wir werden ihm mit einem neuen Hörsystem helfen und schauen, was er sonst noch braucht.

Was mein Herz am meisten trifft, ist die Tatsache, dass jemand, der schon so viel durchgemacht hat, dies erneut durchstehen muss.

Be’er Scheva

Ein Raketeneinschlag mitten in einem Wohngebiet; Tausende von Häusern, die beschädigt sind; Hunderte von Menschen evakuiert. Menschen, die buchstäblich nur mit den Kleidern, die sie am Leib tragen, ihr Zuhause verlassen haben. Dutzende von öffentlichen Gebäuden wurden beschädigt, darunter acht Kindergärten, vier Schulen, Sozialeinrichtungen und andere kommunale Einrichtungen. Chaos, Angst und Zerstörung sind die Folgen. Keine Todesopfer – welch ein Wunder, aber so viele Traumata.

Be’er Scheva – ein Ort mit so viel Geschichte. Der Ort, an dem die Vorfahren des jüdischen Volkes (Abraham, Isaak und Jakob) lebten und wirkten. Und heute ist es ein Ort voller Spannung. Der Feind versucht, diesen biblischen Ort zu zerstören.

Die Sozialarbeit schreit um Hilfe für Menschen, die immer noch evakuiert sind. Über sie möchten wir einhundert Menschen mit Gutscheinen für Kleidung und Lebensmittel helfen.

Laptops für Schulkinder

Eine Schule im Süden des Landes fragt nach Laptops für Kinder, die zu Hause keinen haben. Der Unterricht findet während des Krieges über Zoom statt. Doch wie sollen sie ohne Hilfsmittel lernen? Einige Familien haben zwei oder drei Kinder im schulpflichtigen Alter und können sich diese Geräte nicht leisten. Die Schule kauft und verwaltet Laptops und leiht sie vorübergehend an die Kinder aus, die keinen haben. Wir konnten sieben Laptops zur Verfügung stellen, wofür sie sich herzlich bedanken.

Wie wird dieser Krieg weitergehen? Seien wir ehrlich: Es ist schwer! Wir gehen alle auf dem Zahnfleisch; schlafen schlecht. Die Sirenen heulen dauernd. Wir leben ständig in höchster Alarmbereitschaft. Dennoch weiss ich: Nur mit dem Blick auf ihn gerichtet, werden wir es schaffen. Die Bibel spricht von diesen Zeiten. Und ER ist treu. Wir warten weiterhin auf die vollständige Erlösung Israels. Das gibt uns Mut und Hoffnung.

Und Sie, liebe Spenderin, lieber Spender, sind ebenfalls ein Teil dieses Mutes und dieser Hoffnung. Wenn auch vieles nur nach dem berühmten «Tropfen auf den heissen» Stein aussieht, sind es doch viele einzelne kostbare Menschen, die durch unsere Besuche und Liebesgaben neuen Lebensmut bekommen!

Darum danke ich Ihnen von Herzen für Ihre Grosszügigkeit, die uns hilft, weiterhin zu helfen!

Gaben für Yad L’Ami – Helfende Hand für Mein Volk leiten wir zu 100 % weiter.


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Hoffnung auf ein erneutes Zuhause
Der Kibbuz Nahal Oz liegt nur einen halben Kilometer von Gaza entfernt. Am 7. Oktober 2023 verursachten die Hamas-Terroristen ein Blutbad und eine enorme Zerstörung der Infrastruktur. Wir von rea ISRAEL konnten den Leidgeprüften einen schönen Betrag für den Wiederaufbau überreichen. Nun vernehmen wir, dass bereits etliche Gebäude stehen und etwa 70 % der Gemeinschaft zurückgekehrt sind. Weitere Familien planen zurückzukehren.

Folgende Wiederaufbauprojekte laufen:

Schule und Gemeinschaftsräume
● Umbau eines Gebäudes in Klassenzimmer für die 4. bis 6. Klasse, einschliesslich eines neuen Schutzraums
● Landschaftsgestaltung Renovierung eines Gemeinschaftsraums für die 1. bis 3. Klasse
● Einrichtung eines Musikraums
● Renovierung des Jugendclubs für die 10. bis 12. Klasse
● Renovierung der Gemeinschaftsklinik des Kibbuz
● Modernisierung der Gemeinschaftsräumlichkeiten

Kindergarten – ein neues, geschütztes Zuhause für unsere Kinder

Die Renovierung von Gan Savion haben wir abgeschlossen, einschliesslich der Einrichtung eines Schutzraums für die Kinder von Nahal Oz.

Dies ist ein wichtiger Meilenstein bei der Wiederansiedlung der Gemeinde: Der Kindergarten wurde mit neun Kindern wiedereröffnet. Wir erwarten, dass bald weitere Kinder hinzukommen.

Der neue Seniorenclub

Im Herzen des Kibbuz, im Gebäude der Gemeinschaftskantine, treffen sich unsere Senioren nun regelmässig zu Vorträgen, Bingo- und Spielabenden, gemeinsamen Abendessen und geselligen Zusammenkünften.

Dieser Ort belebt das Gemeinschaftsleben neu und würdigt die Generation, die Nahal Oz aufgebaut hat.

Die neue Sporthalle – Körper, Geist und Gemeinschaft stärken

Die neue Sporthalle steht nun Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren offen und bietet einen Ort, an dem Körper und Geist gestärkt werden können, während man sich gleichzeitig austauschen kann. Sie ergänzt unsere Gymnastik-Angebote und unseren Fussballplatz und ist Teil unserer Bemühungen, weitere Räume zu schaffen, die Gesundheit, Resilienz und den Zusammenhalt in der Gemeinschaft fördern.

Landwirtschaft und ein renovierter und erweiterter Supermarkt

Für den Milchviehbetrieb gab es eine Erweiterung und Installation eines automatisierten Systems. Auf unseren Feldern wird geerntet, und in unserem renovierten und erweiterten Supermarkt können wir viel frisches Gemüse anbieten.

Es gibt noch viel zu tun …

Ohad Cohen, Planungs- und Grundstücksmanager in Nahal Oz, schreibt uns weiter:

Als Gemeinschaft haben wir zweieinhalb sehr schwierige und herausfordernde Jahre durchgemacht, und erst jetzt entsteht das Gefühl, dass sich die Dinge langsam stabilisieren und wieder einpendeln. Es liegt noch viel Arbeit vor uns – sowohl praktisch als auch emotional. Derzeit arbeiten wir an den Entwicklungsplänen des Kibbuz, Plänen, die letztendlich darauf abzielen, die Gemeinschaft zu stärken und auszubauen. Dies beinhaltet den Bau neuer Häuser für neu zugezogene Familien, die Gestaltung der Landschaft und der Umgebung, um das Gebiet angenehmer und attraktiver zu machen, sowie den Ausbau und die Weiterentwicklung der Landwirtschaft, wodurch wir hoffen, das zukünftige Einkommen des Kibbuz zu steigern und zu seiner Widerstandsfähigkeit und seinem weiteren Wachstum beizutragen. – Wir danken Ihnen von ganzem Herzen für alles, was Sie für uns getan haben – sowohl für Ihre finanzielle Unterstützung als auch für das Wissen, dass Sie in Gedanken bei uns sind.

Gaben für Hilfe für Kriegsopfer in Israel werden zu 100 % weitergeleitet.


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Gedenkfeiern
Nach dem Pessachfest folgen in Israel die Gedenktage für die Opfer des Holocaust, für gefallene Soldaten und schliesslich der Unabhängigkeitstag.

Der Holocaustgedenktag, oder auch Jom HaSchoa, war in unserem Haus schon seit jeher ein wichtiger Termin, wenngleich unsere lieben Heimbewohner, die dieses Grauen überlebten, keine besondere Erinnerung daran bräuchten. Sie leben jeden Tag mit den traumatischen Erinnerungen, die ihr gesamtes Leben prägten und ihnen oft im Alter noch einmal besonders intensiv begegnen. Dennoch gedenken wir jährlich in einer gemeinsamen Zeremonie mit den Familien der Heimbewohner, und zünden Kerzen im Gedenken an die Lieben an, die während des Nazi-Regimes ermordet wurden.

In diesem Jahr fand die Zeremonie auf der Bunkerebene statt. Dort mussten unsere Heimbewohner erneut sieben Wochen lang wohnen, um vor den Raketen des Iran und der Hisbollah aus dem Libanon geschützt zu sein. Aufgrund der Bedrohungslage nahmen leider nur wenige Familienangehörige an der Zeremonie teil, die Fahrt nach Maalot war vielen zu riskant.

Die Bedeutung dieses Moments ging uns allen sehr nah. Diejenigen, die damals der geplanten Vernichtung entkamen, müssen erneut Schutz vor den Angriffen der Feinde suchen. Der Aufruf „Nie wieder“ scheint für die Israelis längst bedeutungslos zu sein.

Volontäre

Besonders dankbar sind wir für unsere teils noch recht jungen Volontäre, die auch in der Kriegszeit mutig und treu an der Seite Israels stehen und mit viel Liebe unter erschwerten Bedingungen die Heimbewohner versorgen.

Der Alltag war sehr herausfordernd, weil die normalen Abläufe immer wieder durch Alarme unterbrochen wurden. Das betraf nicht nur die Pflege, sondern zum Beispiel auch das Küchenteam, das nie wusste, wann das Mittagessen weitergekocht werden konnte. So sind wir nicht nur dankbar für die Bewahrung vor Schaden in diesen Tagen, sondern auch dafür, dass unsere Mitarbeiter mit Gottes Hilfe so gut mit der Situation umgehen konnten und den Heimbewohnern und ihren Angehörigen ein Zeugnis von Gottes Liebe und Frieden waren.

Momentan geniessen wir das normale Leben auf der Station mit deutlich mehr Platz und auch mehr Privatsphäre für die Heimbewohner und vor allem mit Tageslicht. Wie lange die Waffenruhe anhalten wird, wird sich zeigen. Im Hintergrund hören wir die Operationen im Libanon und die Angriffe an der Nordgrenze und hoffen, dass es bei uns ruhig bleibt.

Heimbewohner

Unsere momentan dreizehn Heimbewohner sind tendenziell schon sehr schwach. Unsere älteste Heimbewohnerin feierte kürzlich ihren 101. Geburtstag. Fast alle benötigen intensive Pflege, was viel Geduld und Einfühlungsvermögen erfordert. Wir bemühen uns, möglichst individuell auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen einzugehen.

Rivka heisst unsere neue Heimbewohnerin, die seit dem 14. Mai bei uns lebt. Während des Nazi-Regimes überlebte sie zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder ein Ghetto in Rumänien, der Vater wurde in einem Konzentrationslager ermordet. 1948 wanderte Rivka nach Israel ein, heiratete und bekam Kinder. Wir kennen sie und ihre Familie schon seit vielen Jahren, denn ihr Mann, der damals verschiedene Arbeitslager der Nazis überlebte, wurde auf seinem letzten Lebensweg von uns gepflegt. Jetzt freuen wir uns, dass wir auch Rivka bei uns aufnehmen durften und damit die Familie entlasten können, die nicht mehr in der Lage war, die Mutter zu versorgen.

Pläne und Dank

Es gibt zahlreiche Anfragen für einen Heimplatz bei uns. Momentan wird eine der beiden bestehenden Pflegestationen umgebaut und an aktuelle Standards angepasst. Wir hoffen sehr, dass sich bis zum Herbst noch weitere Jahresvolontäre melden, damit wir die renovierte Station öffnen und dann die insgesamt 24 Heimplätze füllen können. Langfristig ist eine Erweiterung des Hauses auf insgesamt 72 Heimplätze geplant. Die Bauarbeiten dazu haben im Aussenbereich bereits begonnen.

Unser Auftrag „Tröstet mein Volk!“ gilt in erster Linie den Holocaustüberlebenden, solange es sie noch gibt, ist dann aber auch auf andere Gruppen in Israel gerichtet, die Hilfe und Liebe benötigen.

Wir sind von Herzen dankbar für alle Gebete und die finanzielle Unterstützung, die diesen Dienst ermöglichen!

Mit herzlichem Schalom aus Maalot!

Micha Bayer

Gaben für ZEDAKAH – Tröstet mein Volk. Pflegeheim für Holocaustüberlebende werden zu 100 % weitergeleitet


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Gemeinschaft in Kriegszeiten
Purimfeier.
Im Haifa-Haus feierten wir Purim und Pessach – beides mitten im Krieg. Während der Pessach-Feier ging der Alarm los, und wir mussten in den Bunker eilen, gerade als wir mit Essen anfangen wollten. Die Feierlichkeiten trotz dieser schwierigen Zeit durchzuführen, war uns wichtig und wurde von den Olim sehr geschätzt.

Sie äusserten sich, wie gut es tut, einfach mal für ein paar Stunden die akute Situation auszublenden, miteinander fröhlich zu sein, fein zu essen und nicht zuletzt, sich auch an die eigene Geschichte zu erinnern.

Pessachvorbereitung.
Auch unsere wöchentlichen Teatimes (Zusammensein bei einer Tasse Tee) werden von den Leuten im Haus, aber auch von Ehemaligen und solchen, die am anschliessenden Hebräisch-Kurs teilnehmen, sehr gerne besucht.

Teatime.
Den Hebräischunterricht gibt Frida, eine Einwanderin, die vor zwei Jahren bei uns war. In Russland war sie Lehrerin für Hebräisch und freut sich, als Pensionierte den neu Angekommenen diesen Kurs anzubieten.

Ihre Spenden, liebe Freunde von rea ISRAEL, ermöglichen diese wertvollen Zeiten der Gemeinschaft. Diese vermitteln unseren Olim gerade am Anfang ihres neuen Lebens in Israel das so wichtige Gefühl von Angenommen- und Angekommenseins.

Gaben für Integrationshilfe für Juden in Israel werden zu 100 % weitergeleitet.


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Yinon and Rachel bedanken sich bei rea ISRAEL
Vor neun Jahren trat unser älterer Sohn in die erste Klasse bei Makor HaTikvah ein. Bald darauf kam sein jüngerer Bruder hinzu. Es ist kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist. Der Ältere geht jetzt schon ins Gymnasium (Highschool). Die Makor HaTikvah-Schule hat ihn gut darauf vorbereitet. Sie bietet eine gute Grundlage für die Aufnahme an höheren Schulen. Der Jüngere wird voraussichtlich nächstes Jahr seinen Abschluss machen.

Wir wurden über die Jahre hinweg, insbesondere während COVID und des Krieges, bei den Schulgebühren unterstützt. Es waren für viele Eltern schwierige Zeiten. Doch eure Unterstützung hat es uns ermöglicht, unsere Kinder auch dann in der Schule zu behalten, als die Lage unsicher war. Es ist ein Segen, dass es in Jerusalem eine messianische Schule gibt. Sie ist ein sicherer Ort, an den wir unsere Kinder mit ruhigem Gewissen schicken können, weil wir wissen, dass sie in guten Händen sind. Auch andere Familien aus unserem Bekanntenkreis lassen ihre Kinder zur Makor HaTikvah-Schule gehen.

Diese christlich geführte Schule stärkt den Glauben der Kinder und ihren täglichen Weg mit Gott. Wir sehen es daran, wie sie beten und Liebe zum Wort Gottes entwickeln. Sie kommen begeistert nach Hause und erzählen von dem, was sie gelernt haben, stellen Fragen und wollen mehr wissen. Mit den Kindern aus anderen messianischen Familien entsteht eine tiefe Verbindung, und diese Freundschaften sind wertvoll.

Wir sind mit dieser Schule gesegnet und wünschten, es gäbe sie auch für die Oberstufe. Wenn Freunde eine messianische Schule für ihre Kinder suchen, empfehlen wir Makor HaTikvah wärmstens. Diese Schule war eine der besten Entscheidungen, die wir für unsere Familie getroffen haben.

Freunde von rea ISRAEL: Vielen herzlichen Dank für eure Unterstützung! Sie hat uns sehr geholfen. Dank euch haben wir die Möglichkeit, unseren Kindern diese wertvolle Art von Bildung zu ermöglichen. Gott segne euch!

Yinon und Rachel

Gaben für Makor HaTikvah, messianische Schule in Jerusalem, leiten wir zu 100 % weiter.


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Liebe ist …
wenn ich mich nicht der Kritik über andere hingebe,
❤ «denn die Liebe ist langmütig».

wenn ich barmherzig über den andern denke,
❤ «denn die Liebe ist barmherzig».

wenn ich dem andern das Gute gönne,
❤ «denn die Liebe ist nicht eifersüchtig».

wenn ich nicht meine eigenen Leistungen zur Schau trage,
❤ «denn die Liebe prahlt nicht».

wenn ich mich nicht eingebildet benehme,
❤ «denn die Liebe bläht sich nicht auf».

wenn ich den anderen nicht verletze,
❤ «denn die Liebe ist nicht unanständig».

wenn ich die Aufmerksamkeit nicht auf mich lenke,
❤ «denn die Liebe sucht nicht das Ihre».

wenn ich nicht beleidigt bin über das, was ein anderer mir angetan hat,
❤ «denn die Liebe lässt sich nicht erbittern».

wenn ich nicht so viel Schlechtes am anderen sehe,
❤ «denn die Liebe rechnet das Böse nicht zu».

wenn ich nicht vergnügt dem Lästergerede zuhöre,
❤ «denn die Liebe freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit».

wenn ich nicht weitererzähle, was der andere verkehrt macht, sondern hoffe, dass er wieder zurechtkommt,
❤ «denn die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles».

wenn ich mich nicht ärgere,
❤ «denn die Liebe duldet alles».

Nach 1. Korinther 13