Die Geschichte unserer Arbeit in Beerscheba ist ein Wunder. Vor über zwanzig Jahren sah unsere Beraterin Albina das Video „The Silent Scream” (Der stille Schrei) und entwickelte eine Leidenschaft dafür, Leben zu retten. Da sie selbst drei Teenager-Töchter allein grossziehen musste, begann sie, Frauen dabei zu helfen, sich für das Leben Ungeborener zu entscheiden.
In den ersten Jahren arbeitete Albina von zu Hause aus, wobei Mütter zu jeder Tages- und Nachtzeit an ihre Tür klopften, um Hilfe zu erhalten.
Oxana, Betreuerin in Beerscheba
Als die Arbeit zunahm, kam Oxana, eine junge Mutter mit fünf Kindern, darunter ein Neugeborenes, als Assistentin zu ihr. Zu dieser Zeit befand sich Oxanas Ehemann in einem kritischen Gesundheitszustand und ging bald darauf zu Gott.
Im Jahr 2020 ging die bewährte Beraterin Albina in den Ruhestand. Sie hatte insgesamt fast 800 Babys gerettet und unterstützt. Heute setzen Oxana und ihr Team die Arbeit von Albina fort und schützen und verteidigen weiterhin fleissig Hunderte von Müttern und ihre Babys. Allein Oxana hat bereits über sechshundert Babys das Leben gerettet. Jedes einzelne davon ist ein Wunder.
Erste bescheidene Lagerräume
Albina und Oxana hatten sich an das Sozialamt gewandt, um einen Lagerraum zu bekommen, und erhielten einen kleinen, von Ratten befallenen Kellerraum, der nur etwa ein Quadratmeter gross war. Oxana erzählte, dass sie jedes Mal Gänsehaut bekam, wenn sie in diesen Keller hinunterging. Zweimal pro Woche verteilten sie Geschenkkarten, Windeln und Babykleider aus diesem beengten Lagerraum.
Vor sieben Jahren gestattete das Sozialamt, in Zusammenarbeit mit der Stadt Beerscheva, Be’ad Chaim, einen grossen Luftschutzbunker als Verteilzentrum zu nutzen. Obwohl dieser Bunker eine enorme Verbesserung gegenüber dem bisherigen Raum darstellte, funktionierte die Klimaanlage oft nicht richtig, sodass es unmöglich war, bei der drückenden Hitze der Negev-Wüste sich darin aufzuhalten.
Zweimal wurde in die Räumlichkeiten eingebrochen und die meisten Waren gestohlen. Letztes Jahr, während der massiven Bombardierung durch den Iran, wurde der Schutzraum als Zufluchtsort für die Bewohner genutzt und konnte nicht mehr als Verteilzentrum dienen.
Neues Schwangerschafts-Zentrum in Beerscheva
Wie durch ein Wunder sammelte eine gemeinnützige Organisation in Amerika die Mittel für den Kauf eines neuen Zentrums.
Damit konnten wir einen Kindergarten kaufen und renovieren und so ein schönes Schwangerschaftszentrum schaffen, das ist sehr dient, und wofür wir Gott dankbar sind.
Batel und ihr kleiner Sohn Lael David
Mutter Batel erinnert sich noch an jedes Wort ihrer Gespräche mit Oxana. Damals war sich Oxana sicher, dass Batel abtreiben würde und betrachtet daher das Leben von Baby Lael David als ein Wunder. Batel war eine alleinerziehende Mutter, und ihr älteres Baby war erst acht Monate alt, als sie feststellte, dass sie wieder schwanger war. Sie rief uns an, um eine Abtreibung zu vereinbaren.
Im Nachhinein erzählte Batel, dass sie Tag und Nacht mit ihrer Beraterin Oxana gesprochen habe und sich vom ersten Gespräch an vollkommen verstanden gefühlt habe. Sie erhielt die notwendige Unterstützung, die sie brauchte, um an ihrer Beziehung zu ihrem Partner zu arbeiten und ihre Schwangerschaft fortzusetzen. Zwei Monate nach ihrem Treffen mit Oxana heirateten Batel und ihr Partner. Einen Grossteil ihrer Ehe und der Geburt ihres Sohnes schreibt sie den fürsorglichen Ratschlägen von Oxana zu. Batel nannte ihren Sohn Lael, was „für Gott“ bedeutet, um Gott für sein Geschenk an sie zu danken.
Zwei Tage nach ihrer Kaiserschnittgeburt bzw. Spitalentlassung begannen die Bombenangriffe aus dem Iran, und es war sehr schwierig, mit zwei Babys in den Luftschutzbunker zu laufen.
Zudem wurde ihr Mann einen Monat nach der Geburt wegen eines Verbrechens verhaftet, das er nicht begangen hatte. Batel sagt, dass sie all diese Schwierigkeiten nur mit der Unterstützung der Frauen des Be’ad Chaim-Teams bewältigen kann.
„Das ist nicht ‚nur‘ Hilfe. Es ist jemand, mit dem ich mein Herz teilen kann, der mir Ratschläge gibt und mit dem ich weinen kann, wenn ich das Bedürfnis dazu habe. Das bedeutet mir alles.“
Nur Gott kann alle Bedürfnisse anderer Menschen stillen, aber wir alle können von Gott gebraucht werden, um seine Liebe zu zeigen. Selbst die kleinsten Gesten der Freundlichkeit und Liebe können Leben retten. Unsere Beraterinnen und Berater sind darin geschult, mitfühlend und aufmerksam zuzuhören und Mut zuzusprechen. Dank der Grosszügigkeit unserer Spenderinnen und Spender kann Be’ad Chaim im Rahmen unseres Projekts „Operation Moses“ Müttern die Erstausstattung für ihr Neugeborenes ermöglichen. Diese materiellen Hilfen – Babybett, Kinderwagen, Babybadewanne und monatliche Gutscheine für Babyartikel – bieten Müttern finanzielle Unterstützung. Neben dieser praktischen Hilfe gibt die Liebe und der Respekt unserer Beraterinnen und Berater den Müttern Halt in Zeiten der Hoffnungslosigkeit und zeigt ihnen, dass sie nicht allein sind.
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Be’ad Chaim leiten wir vollumfänglich weiter.
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